Heta-Zahlungsstopp - 3 Mrd. Euro werden bis Mai 2016 nicht getilgt

Wien/Klagenfurt - Für Anleihe- und Schuldscheingläubiger der ehemaligen Kärntner Hypo Alpe Adria Bank heißt es zittern: Der Zahlungsstopp der Bad Bank "Heta" als Nachfolgegesellschaft der Hypo Alpe Adria betrifft bis Ende Mai 2016 Anleihen mit einem Volumen von 1,87 Mrd. Euro und Schuldscheindarlehen von 378,5 Mio. Euro zum Stichtag Freitag letzter Woche.

Die Heta schuldet außerdem der gemeinsamen Hypo-"Pfandbriefstelle" rund 1,2 Mrd. Euro und müsste bis Mai nächsten Jahres insgesamt 797 Mio. Euro zurückzahlen.

Am Sonntagabend hatte die Heta auf Anordnung der Finanzmarktaufsicht (FMA) die Schuldentilgungen und Zinszahlungen vorerst bis Mai 2016 eingestellt. Über das ganze Jahr 2015 hätte die Heta rund 2,7 Mrd. Euro an bisher bekannten Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Bangen um ihr Geld müssen aber alle nahezu alle Anleihegläubiger: Insgesamt belaufen sich die ausstehende Anleiheschulden und Schuldscheindarlehen der Heta auf 9,8 Mrd. Euro. Es steht ein breit angelegter Schuldenschnitt im Raum. Ausgenommen ist eine bundesgarantierte Anleihe über 1 Mrd. Euro von Ende 2012.

Die nächsten großen Anleihen wären am 6. März (450 Mio. Euro) und am 20. März (500 Mio. Euro) zur Rückzahlung fällig gewesen. Beide Anleihen waren von der Hypo Alpe-Adria-Bank International im Jahr 2007 mit einer Laufzeit bis 2015 begeben worden. Zwei weitere große Anleihen in Schweizer Franken wären am 23. April (188 Mio. Euro) und am 12. August (564 Mio. Euro) fällig. Heute, Montag, wäre schon ein Schuldscheindarlehen von 25 Mio. Euro zu begleichen gewesen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte