Heta - Vorstand beharrt: Bilanzen waren korrekt

Klagenfurt/Wien (APA) - Der Vorstand der Hypo-Abbaueinheit Heta wehrt sich gegen den Vorwurf, die Bilanzen der früheren Jahre seien "durch ungesetzliche Manipulationen" geschönt oder gar gefälscht gewesen. Verschiedene Experten und Politiker hatten diesen Vorwurf erhoben, nachdem das Finanzloch kürzlich auf bis zu 7,6 Mrd. Euro nahezu verdoppelt worden war.

"Heta behält sich vor, gegen rechtswidrige Behauptungen gerichtlich vorzugehen", heißt es in einer Aussendung der Heta am Mittwochabend. Auch die früheren Abschlüsse seien von Wirtschaftsprüfern geprüft und uneingeschränkt testiert. Außerdem habe es Ergänzungen der Prüfer mit Hinweisen zu Risiken gegeben. Allerdings habe man die Hypo-Vermögen nun als Abbaueinheit Heta nach ganz anderen Ansätzen bewerten müssen.

Insbesondere gelte nun der "raschest-mögliche Portfolioabbau" und die ehestmöglichen Abwicklung der Gesellschaft als Grundlage der Bewertung. Die Neubewertung unterstelle einen beinahe vollständigen Portfolio- und Bilanzabbau in den nächsten 5 Jahren. Die neue Verlusterwartung von 5,1 Mrd. bis rund 8,7 Mrd. Euro ergebe bei einem Kapital von 1,1 Mrd. daher eine vermögensmäßige Unterdeckung von rund 4,0 Mrd. bis rund 7,6 Mrd. Euro.

Ein Viertel der oberen Verlustgrenze von 8,7 Mrd. Euro entfalle auf Bevorsorgungsquoten von notleidenden Krediten. Diese seien auf die lang anhaltende Rezession in den Ländern Südosteuropas zurückzuführen, auf Abschläge wegen der zügigen Platzierung des Portfolios am Markt und auf gestiegene Vorsorgen für Schweizer-Franken-Kredite.

Weiters habe die Heta auch nicht-notleidende Kredite und Wertpapiere auf den Marktwert abwerten müssen, da sie nicht bis zu deren Endfälligkeit gehalten werden können.

Schließlich müsse die Heta für Rechtsrisiken wegen des Hypo-Sondergesetzes und für Vorsorgen auf Risiken und Gewährleistungen gegenüber ehemaligen Konzerngesellschaften (HGAA und Bank Italien) Vorsorge treffen.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

Newsticker

Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

Newsticker

Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

Newsticker

Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor