Heta - Tirol befürchtet Millionen-Belastung als "worst case"

Innsbruck/Wien/Klagenfurt - Nach dem vorläufigen Zahlungsstopp der Hypo-Bad Bank Heta durch den Bund und die Abwicklungsbehörde FMA schrillen in Tirol die Alarmglocken. Man sei in "großer Sorge", dass sich die Maßnahme negativ auf die anderen Hypo-Banken und Bundesländer auswirkt, sagte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei einer Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung in Innsbruck.

Es sei möglich, dass die Hypos Geld an die sogenannte Pfandbriefstelle einzahlen müssten und somit 1,2 Mrd. Euro schlagend würden, meinte Platter. Der Landeshauptmann berief nach der allwöchentlichen Zusammenkunft der Landesregierung kurzfristig eine außerordentliche Sitzung der schwarz-grünen Koalition ein.

Zur Pressekonferenz lud er unter anderem auch Hypo-Tirol-Aufsichtsratschef Wilfried Stauder. Dieser meinte, dass - sollten die fällig werdenden Zahlungen von der Heta nicht geleistet werden - die Solidarhaftungen der anderen Hypo-Banken gemäß dem Pfandbriefgesetz schlagend würden. In diesem Falle würde dies aus heutiger Sicht für die Hypo Tirol eine Liquiditätszufuhr an die Pfandbriefstelle in der Höhe von 150 bis 160 Mio. Euro in den nächsten zwei bis drei Jahren bedeuten.

Platter sprach von einem "worst case"-Szenario, das auf das Land Tirol zukommen könnte. "Wir werden alles dazu beitragen, dass diese Situation nicht eintritt", sagte der Landeschef. Man sei gerade dabei, sich mit den anderen Hypos und Bundesländer zusammenzuschließen.

Platter verwies zudem auf die morgige außerordentliche Sitzung der Finanzreferenten der Länder. Dabei gelte es zu deponieren, dass die Haftungen des Landes Kärnten schlagend werden müssten. Zudem gelte es zu besprechen, "wie es mit dem Bund ausschaut", forderte der Landeschef, der von einer "durchaus schwierigen Lage für das Land Tirol und die landeseigene Hypo sprach. "Ich gehe davon aus, dass die Gewährträgerhaftung von Kärnten schlagend werden muss", meinte auch Stauder.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte