Heta-Schuldenschnitt: Keine Auswirkungen auf Österreich-Zinsen

Der gestern von der Finanzmarktaufsicht (FMA) verfügte Schuldenschnitt über die Hypo-Bad Bank Heta hat sich auf die Zinsen für österreichische Staatsanleihen vorerst nicht negativ ausgewirkt. Im Vergleich zu Freitag sind die Zinsen heute sogar leicht zurückgegangen. Auch der Zinsabstand (Spread) zu Deutschland hat sich minimal verringert, hieß es auf APA-Anfrage aus der Bundesfinanzagentur OeBFA.

Die Zinsen für europäische Staatsanleihen seien zu Wochenbeginn insgesamt etwas tiefer als zum Ende der Vorwoche, aber in Österreich sogar noch einen Tick tiefer, so OeBFA-Sprecher Christian Schreckeis.

Österreichs Renditen für 10-Jahresanleihen (Laufzeitende Oktober 2015) sind am Montag auf 0,292 Prozent gesunken. Das ist nicht nur der tiefste Wert seit einem Jahr, sondern Österreich hat damit auch die Niederlande (0,302 Prozent) und Finnland (0,363 Prozent) hinter sich gelassen und weist nunmehr die zweitgünstigsten Werte in der Eurozone hinter Deutschland (0,080 Prozent) auf.

Kaum Änderungen gab es in den vergangenen Wochen dagegen beim Sorgenkind der Währungsunion Griechenland. Mit 8,991 Prozent waren die Renditen weiterhin deutlich zu hoch für eine Refinanzierung.

Hinter Deutschland, Österreich, Niederlande und Finnland notierten Montag im Sekundärmarkthandel Frankreich (0,425 Prozent), Belgien (0,468 Prozent), Lettland (0,65 Prozent) und Irland (0,764 Prozent).

Dann folgen Litauen (1,0 Prozent), Italien (1,345 Prozent), Slowenien (1,385 Prozent), Spanien (1,549 Prozent), Portugal (3,216 Prozent) und Griechenland (8,991 Prozent).

Keine tagesaktuellen Daten liegen aus den anderen Staaten der Währungsunion - Estland, Slowakei, Malta, Zypern und Luxemburg - vor.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab