Heta - S&P: Österreich-Rating nicht unmittelbar gefährdet

Wien/Klagenfurt - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) sieht das Rating der Republik Österreich durch den von der Finanzmarktaufsicht (FMA) für die Hypo-Abbaugesellschaft Heta angeordneten Schulden-Zahlungsstopp vorerst nicht in Gefahr. Das Moratorium habe "keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Bonitätsratings der Republik", erklärte S&P am Dienstag.

"Die österreichische Regierung hat über eine unbedingte, fristgerechte und unwiderrufliche Garantie die Zahlung zu 1 Milliarde Euro der Verbindlichkeiten der Heta garantiert", so die Ratingagentur. "Unserem Verständnis nach" werde die Regierung dieser Zahlungsverpflichtung nachkommen.

Österreich hat bei S&P bereits 2012 seine Bonitätsbestnote Triple A verloren. Erst vergangene Woche erklärte die Agentur, dass die Republik ihr "AAA" auch in den nächsten ein bis zwei Jahren nicht zurückbekommen wird.

Auch Österreichs Banken sind derzeit bei S&P mit einem negativen Ausblick versehen - Grund dafür sind die "Unsicherheiten bezüglich der staatlichen Unterstützung für systemisch wichtige Banken", so S&P am Dienstagabend.

"In den nächsten Wochen" werde sich S&P eine Meinung über die Bereitschaft der Regierung bilden, "den vorrangigen Gläubigern systemisch wichtiger Institutionen außerordentliche Unterstützung zu gewähren".

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker