Heta - Rechtsexperte: Bund könnte doch noch zum Handkuss kommen

Aus Sicht des Linzer Zivilrechtlers Lukas Meinhard könnte der Bund in Sachen Hypo-Abbaueinheit Heta doch noch finanziell zum Handkuss kommen, obwohl Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) weitere "Bundeshilfe" ausgeschlossen hat. Laut Meinhard, ab Herbst auch Linzer Uni-Rektor, könnte dies bei einer Einigung Kärntens mit den Gläubigern der Fall sein oder indirekt via Bundesfinanzierungsagentur.

Meinhard sieht in Sachen Hypo/Heta drei Szenarien für Kärnten, wie er am Mittwochabend in der "ZiB2" des ORF-Fernsehens sagte. Erstens: "Man einigt sich mit den Gläubigern. Das wird aber Geld kosten. Auch Republik-Geld. Weil das wird anders nicht finanzierbar sein." Zweitens: Die Gläubiger klagen und versuchen jeder auf eigene Faust an Haftungsmasse zu kommen. Oder Szenario drei: "Ein geordnetes Insolvenzverfahren über das Vermögen des Landes Kärnten."

An sich hafte der Bund ja nicht für die Länder, da habe Finanzminister Schelling "juristisch völlig recht", so Meinhard: "Die Frage ist nur, ob es nicht auf Umwegen eine Beteiligung der Republik gibt." Dazu verwies der Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz auf die im Eigentum des Bundes stehende Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA, die Kredite im Umfang von über einer Milliarde Euro an Kärnten vergeben habe. "Wenn Kärnten zahlungsunfähig ist, bekommt der Bund auch diesen Kredit nicht zurück."

Wie die Insolvenz eines Bundeslandes genau ablaufen würde, "weiß heute kein Jurist in diesem Land", räumt der Zivilrechtler ein: "Die überwiegende Mehrheit der Juristen geht davon aus, dass ein Bundesland insolvenzfähig ist. Damit kommt es zu einer Abwicklung. Und die spannende Frage ist dann, welches Vermögen kann in einem solchen Konkurs verwertet werden um die andrängenden Gläubiger zu befriedigen. Da gibt es eine immense Rechtsunsicherheit und daher auch das Diktum von der Blackbox."

Die Möglichkeit, dass das Land Kärnten ausständige Anleihen, die an den Märkten momentan nur mehr mit ungefähr 50 Prozent ihres Wertes notierten, einfach zurückkaufe - quasi ein Schuldenschnitt, sodass die Haftungen nicht ins Spiel kommen müssten - schließe die anderen Szenarien nicht aus, so der Experte: " Diese Option, dass Kärnten die Anleihen zurückkauft, die besteht auch dann noch wenn der Schuldenschnitt verfügt ist. Wahrscheinlich ist das dann auch ein besserer Zeitpunkt. Und da kann dann das Ganze auch auf diesem Weg abgewickelt werden. Da braucht man aber eine Einigung mit allen Gläubigern."

Dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) als Heta-Abwicklungsbehörde den Gläubigern per Bescheid das Ausmaß des Haircut mitteilen werde und darüber nicht verhandle, möge zwar "heute etwas martialisch geklungen haben für die Gläubiger", meinte Meinhard zu den Äußerungen des FMA-Vorstands von Mittwoch, "aber was die Finanzmarktaufsicht hier angekündigt hat, ist nichts anderes, als die Anwendung des Bankensanierungs- und Abwicklungsgesetzes. Das war für Juristen nicht überraschend."

Oak Brook (Illinois) (APA/AFP) - Angestellte der Fast-Food-Kette McDonald's sind in zehn Städten der USA auf die Straße gegangen, um gegen mangelnden Schutz vor sexuellen Übergriffen am Arbeitsplatz zu demonstrieren. McDonald's tue nicht genug gegen eine in seinen Restaurants "weitverbreitete Kultur der Verharmlosung", lautete ihr Vorwurf.
 

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Protest von McDonald's-Angestellten gegen Übergriffe in den USA

Stans (APA) - Der Tiroler Marmeladenhersteller Darbo mit Sitz in Stans im Unterinntal hat im Geschäftsjahr 2017 mehr Gewinn gemacht. Der Jahresüberschuss stieg auf 8,4 Mio. Euro. Im Jahr 2016 hatte er noch 5,8 Mio. Euro betragen, geht aus dem am Mittwoch im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" veröffentlichten Abschluss hervor.
 

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Marmeladenhersteller Darbo im Vorjahr mit mehr Gewinn

Brüssel (APA/AFP) - Nach einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Belgien stellt die Region Wallonie eine Million Euro zur Bekämpfung der Seuche bereit. Das Geld sei für "technische und logistische Maßnahmen" vorgesehen, teilte das Ministerium mit. In der Provinz Luxemburg im Südosten Belgiens wurde ein 63.000 Hektar großes Waldgebiet gesperrt. Vorbereitet werde zudem eine Anzeige gegen unbekannt.
 

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Region Wallonie kämpft mit einer Million Euro gegen Schweinepest