Heta: Münchner Rück schreibt zweistelligen Millionenbetrag ab

Der deutsche Rückversicherungsriese Münchner Rück sieht den Umgang der österreichischen Finanzpolitik bei der Abwicklung der Hypo Alpe Adria kritisch. Weil auch die Münchner Rück festverzinsliche Wertpapiere mit Kärntner Landeshaftung in dreistelliger Millionenhöhe gezeichnet habe, werde man im ersten Quartal 2015 Abschreibungen in zweistelliger Millionenhöhe vornehmen müssen.

Das sagte Munich-Re-Finanzvorstand Jörg Schneider am Mittwoch in München. "Wir würden es gut finden, wenn sich die österreichischen Gebietskörperschaften nicht ihrer Verantwortung entziehen würden", sagte Schneider.

So wie es geplant sei, ziehe die Gewährträgerhaftung des Landes Kärnten für die ehemalige Hypo Alpe Adria und (nunmehr Abbaueinheit Heta, Anm.) nicht, sagte Munich-Re-Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard. "Da könnte man sagen, gut gemacht." Doch müsse man nach dem römischen Grundsatz "Respice finem" das Ende der Operation bedenken. "Nicht ganz zu Unrecht" befürchteten die anderen österreichischen Bundesländer Nachteile für ihre eigene Finanzierung.

Die Munich Re (Münchner Rück) ist einer der weltweit größten Rückversicherer. 2014 erwirtschaftete der Konzern ein operatives Ergebnis von 4,0 Mrd. und einen Gewinn von 3,2 Mrd. Euro.

Brüssel (APA) - Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, (ÖVP) hat am Montag bei einer von der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) in Brüssel veranstalteten Konferenz zu Cybersecurity, betont, es sei eine Pflicht, das entsprechende EU-Gesetzespaket bis Jahresende abzuschließen. OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny erklärte, dass es wöchentlich Cyberattacken auf österreichische Banken gebe.
 

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Edtstadler will EU-Cybersecurity-Paket heuer abschließen

Washington (APA/dpa) - Im eskalierenden Handelsstreit der USA mit vielen Ländern der Welt haben die Vereinigten Staaten nun ihrerseits Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Diese richte sich gegen die Vergeltungszölle, die China, die Europäische Union, Kanada, Mexiko und die Türkei als Reaktion auf US-Sonderzölle auf Aluminium und Stahlimporte einführten.
 

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USA legen Beschwerde bei WTO gegen Strafzölle ein

Moskau/Kiew (APA) - Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat die EU aufgerufen, den Sanktionen gegen Russland ein Ende zu setzen. Es sei nicht auszuschließen, dass Italien die zum Jahresende anstehende Verlängerung der Sanktionen gegen Russland durch sein Veto stoppen werde, sagte Salvini bei einer Pressekonferenz im Rahmen seines Besuchs in Moskau am Montag.
 

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Salvini droht mit Veto gegen Verlängerung der Russland-Sanktionen