Heta - Laut Platter alle Bundesländer im Boot

Innsbruck/Wien/Klagenfurt - Jedes Bundesland - außer Wien, das keine Landeshypo hat - wird mit seiner Landeshypo die Liquidität der Pfandbriefstelle sichern. Das sagte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung unter Berufung auf ein Gespräch mit Finanzminister Hansjörg Schelling (ÖVP). "Alle werden ihrer Verpflichtung nachkommen", erklärte Platter.

Die Pfandbriefstelle braucht Liquidität, um Schulden der Hypo-Abbaueinheit Heta zu bedienen, für die die Pfandbriefstelle haftet. Insgesamt geht es um 1,2 Mrd. Euro, auf die Zeit des Heta-Schuldenmoratoriums entfallen 800 Mio. Euro.

Es gehe um eine "gemeinsame, nicht eine einsame Löschaktion", bemühte Platter das Bild der Bundesländer als Krisen-Feuerwehr. Auch Kärnten würde "mit Unterstützung des Bundes" seiner Verpflichtung nachkommen.

Bei der Sitzung der Landesregierung habe man auch die Ausgestaltung des "Innenverhältnisses" in Tirol beschlossen, berichtete Platter. Die Hypo Tirol Bank werde dabei auch "die Verantwortung des Landes Tirol übernehmen". Im Gegenzug verzichte das Land wie angekündigt für das Jahr 2014 auf die Dividendenzahlungen in der Höhe von rund 25 Mio. Euro. Er gehe davon aus, dass auch im Jahr 2015 keine Dividenden an das Land fließen werde, ergänzte der Landeshauptmann.

Von den acht Landeshypothekenbanken bzw. ehemaligen Landeshypos sind laut Pfandbriefstelle alle Unterschriften unter ein eingefordertes Vertragswerk da. Von Vorständen bzw. Aufsichtsräten der Banken seien die Beschlüsse eingeholt worden. An die Adresse der jeweiligen Bundesländer wurde auf Beschlüsse auf Landesregierungs- bzw. Landtagesebene gedrängt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker