Heta - Laut Platter alle Bundesländer im Boot

Innsbruck/Wien/Klagenfurt - Jedes Bundesland - außer Wien, das keine Landeshypo hat - wird mit seiner Landeshypo die Liquidität der Pfandbriefstelle sichern. Das sagte Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Dienstag bei der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung unter Berufung auf ein Gespräch mit Finanzminister Hansjörg Schelling (ÖVP). "Alle werden ihrer Verpflichtung nachkommen", erklärte Platter.

Die Pfandbriefstelle braucht Liquidität, um Schulden der Hypo-Abbaueinheit Heta zu bedienen, für die die Pfandbriefstelle haftet. Insgesamt geht es um 1,2 Mrd. Euro, auf die Zeit des Heta-Schuldenmoratoriums entfallen 800 Mio. Euro.

Es gehe um eine "gemeinsame, nicht eine einsame Löschaktion", bemühte Platter das Bild der Bundesländer als Krisen-Feuerwehr. Auch Kärnten würde "mit Unterstützung des Bundes" seiner Verpflichtung nachkommen.

Bei der Sitzung der Landesregierung habe man auch die Ausgestaltung des "Innenverhältnisses" in Tirol beschlossen, berichtete Platter. Die Hypo Tirol Bank werde dabei auch "die Verantwortung des Landes Tirol übernehmen". Im Gegenzug verzichte das Land wie angekündigt für das Jahr 2014 auf die Dividendenzahlungen in der Höhe von rund 25 Mio. Euro. Er gehe davon aus, dass auch im Jahr 2015 keine Dividenden an das Land fließen werde, ergänzte der Landeshauptmann.

Von den acht Landeshypothekenbanken bzw. ehemaligen Landeshypos sind laut Pfandbriefstelle alle Unterschriften unter ein eingefordertes Vertragswerk da. Von Vorständen bzw. Aufsichtsräten der Banken seien die Beschlüsse eingeholt worden. An die Adresse der jeweiligen Bundesländer wurde auf Beschlüsse auf Landesregierungs- bzw. Landtagesebene gedrängt.

Wien/Bochum (APA) - Buwog-Chef Daniel Riedl widerspricht dem Vorwurf, die Bundeswohnungen seien 2004 von der damaligen Bundesregierung zu billig verkauft worden. Zur in diesen 14 Jahren eingetretenen Wertsteigerung von 588 Mio. auf 3,2 Mrd. Euro, soviel bietet die deutsche Vonovia, sagte Riedl am Freitag im Ö1-"Mittagsjournal" des ORF-Radios: "Ich bin persönlich stolz drauf."
 

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Buwog-Chef Riedl verteidigt kräftige Wertsteigerung des Unternehmens

Wien (APA) - Bei der insolventen Wienwert-Holding hat am Freitag die erste Gläubigerversammlung stattgefunden. Laut Bericht des Masseverwalters Norbert Abel beträgt das liquide Vermögen derzeit gerade einmal 40.000 Euro, berichtete Anlegeranwalt Lukas Aigner am Nachmittag. Die Anleihen seien aus Sicht des Masseverwalters faktisch nicht besichert.
 

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Wienwert-Masseverwalter: 40.000 Euro Vermögen, Bonds nicht besichert

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi hat nach einem Gewinnsprung 2017 einen klaren Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gescheut. Das sorgte an der Börse für Enttäuschung: Vivendi-Aktien brachen am Freitag zeitweise um knapp neun Prozent ein und waren größter Verlierer im Parise Auswahlindex CAC 40.
 

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Medienkonzern Vivendi lässt Anleger über 2018 im Dunkeln: Aktie fällt