Heta - Kärntens Landeshauptmann sieht vorerst einen Zeitgewinn

Klagenfurt/Wien - Bei der Abwicklung der Hypo-Bad-Bank Heta sieht der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) vorerst einmal einen Zeitgewinn. Über eine mögliche Insolvenz Kärntens bei einem Schlagend-Werden der Haftungen will er nicht diskutieren, er bezeichnete die Debatte im Ö1-"Mittagsjournal" am Dienstag als "Kaffeesudleserei".

Man habe mit dem Moratorium Zeit gewonnen, es werde aber auch in einem Jahr das Land Kärnten keine zusätzlichen Einnahmequellen haben, um zehn Milliarden Euro zu bedienen, sagte der Landeshauptmann. Zur Frage einer Insolvenz Kärntens und der Schaffung einer Möglichkeit, ein Bundesland insolvent werden zu lassen, erklärte er, es habe bisher noch keinen solchen Fall gegeben.

Ihm bereite es Sorgen, welche Auswirkungen die ständige Diskussion auf das Rating und die Finanzierungsmöglichkeiten haben könnte. Was Kärnten nun tun könne, sei, Ruhe zu bewahren und Schritt für Schritt setzen, "wir können aber als Land eigentlich nicht wirklich etwas tun, um die Situation zu lösen".

Forderungen nach einem Beitrag Kärntens aus dem Zukunftsfonds wies Kaiser nicht kategorisch zurück. Er meinte allerdings, Finanzminister Schelling sei erfreulicherweise anders als sein Vorgänger: "Bei ihm hat das Geld kein Mascherl, es muss also nicht unbedingt der Zukunftsfonds sein, außerdem geht es auch um die Anrechnung dessen, was Kärnten bereits bisher beigetragen hat." Darüber reden könne man aber frühestens in einem Jahr.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker