Heta - FPÖ: Wir bevorzugen ein sofortiges Insolvenzverfahren

Wien/Klagenfurt (APA) - Elmar Podgorschek, FPÖ-Fraktionsführer im Hypo-U-Ausschuss, ist für eine Pleite der Hypo-Bad Bank Heta und sieht die Notverstaatlichung als eine "Rettung für Banken auf Kosten der Steuerzahler". Dass sich die Gläubiger am Land Kärnten schadlos halten, glaubt er nicht. "Was will ein Gläubiger bei Kärnten machen, wollen sie die Straßen pfänden", so Podgorschek am Donnerstag vor Journalisten.

"Wir bevorzugen die sofortige Insolvenz", betonte er und lieferte auch gleich das Argument dazu: Dann würde die Pleite sofort von einem Gericht abgehandelt und die teuren Rechtsstreitigkeiten gestoppt. Hoffnung, dass Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hier das Zepter in die Hand nimmt, hat Podgorschek nicht, denn der Kanzler sei "offenbar untergetaucht".

Dass Kärnten mit Pleite geht schließt der FPÖ-Fraktionsführer nicht aus, es sei aber sehr unwahrscheinlich. Dass die Länder jetzt Druck auf Kärnten ausüben, kritisiert er. Diesen Druck hätten sie bei der Notverstaatlichung auf den damaligen Eigentümer BayernLB ausüben sollen. "Liebe Bayern, ihr behaltet euch die Bank", hätte die Botschaft sein müssen.

Podgorschek will mit zwei parlamentarischen Anfragen klären ob es Fehlleistungen bei Beratern und Insiderhandel bei der Hypo Alpe Adria gegeben hat - und dabei auch die Rolle der Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) beleuchten. Auch eine Behübschung der Hypo-Bilanzen schloss er nicht aus. Podgorschek kritisierte einmal mehr FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller, der aus dem Büro der ehemaligen Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) komme, "die alles verschleppt hat".

Als ersten Zeugen beim Hypo-U-Ausschuss möchte er Irmgard Griss, die Leiterin der Hypo-Untersuchungskommission, vorladen. Aussagen soll unter anderem auch Parteifreund und Altlandeshauptmann Gerhard Dörfler.

Dass Kärnten, das bei einem Landesbudget von 2,2 Mrd. Euro Haftungen von über 20 Mrd. Euro eingegangen hat, mit dem aus dem Hypo-Kauf gespeisten Zukunftsfonds gerade steht, ist für die FPÖ nicht notwendig. Außerdem sei es falsch, dauernd nur mit dem Finger auf den verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ, BZÖ) zu zeigen, auch andere Fraktionen hätten den milliardenschweren Haftungen zugestimmt.

Los Gatos (APA/Reuters) - Das Filmportal Netflix hat mit seinen Abonnentenzahlen die Märkte enttäuscht und seine Aktien auf Talfahrt geschickt. Der mit Produktionen wie "House of Cards" oder "Orange is the new black" bekannte Streamingdienst gewann nach eigenen Angaben vom Montag im zweiten Quartal auf dem US-Heimatmarkt 670.000 neue Nutzer hinzu, international waren es 4,47 Millionen.
 

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Filmportal Netflix enttäuscht - Aktie auf Talfahrt

Wien (APA) - Bei der Telekom Austria ist das Nettoergebnis im 2. Quartal wie erwartet durch eine Markenwert-Abschreibung von 112,5 Mio. auf 58,0 Mio. Euro gedrückt worden. Ohne diesen Effekt im Ausmaß von 72,4 Mio. Euro wäre das Nettoergebnis um 15,9 Prozent gestiegen.
 

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Telekom Austria: Abschreibung drückte Ergebnis im 2. Quartal

Washington (APA/Reuters) - US-Notenbankchef Jerome Powell sieht die US-Wirtschaft trotz der Gefahr eines ausufernden Handelsstreits weiter im Aufwind. Mit der richtigen Geldpolitik bleibe in den nächsten Jahren der Arbeitsmarkt stark und die Inflation in der Nähe von zwei Prozent, sagte Powell am Dienstag in seiner halbjährigen Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats.
 

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Fed-Chef sieht US-Konjunktur trotz Handelsstreit optimistisch