Heta: FMA will wegen Bilanzstreit ESMA zu Hilfe rufen

In der Frage um möglicherweise falsche Heta-Bilanzen wird sich die Finanzmarktaufsicht (FMA) "mit höchster Wahrscheinlichkeit" auch an die dafür zuständige europäische Institution wenden, kündigte FMA-Vorstand Helmut Ettl am Dienstag in Wien vor Journalisten an. Konkret werde es eine dafür zuständige Arbeitsgruppe in der europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA sein.

Auch die FMA werde die Bilanz noch einmal prüfen. Es handle sich dabei um keine einfache Fragestellung. Deshalb wolle man gemeinsam mit den zuständigen europäische Institutionen zu einer Entscheidung kommen. Für die Abwicklung der Heta habe das Problem aber keine Relevanz, so Ettl.

Es geht dabei um die Halbjahresbilanz 2014 der Heta, wo geprüft werden müsse, ob sich die Bank zu dem Zeitpunkt nicht zu konservativ dargestellt habe, so Ettl. Die sogenannte Bilanzpolizei, die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung (ÖPR), war damit nicht einverstanden. Die Heta wiederum hat dagegen protestiert. In der Jahresbilanz gebe bezüglich dieser Buchung kein Problem mehr.

Für die FMA handelt es sich beim in Frage stehenden Bilanzierungsvorgang um eine grundsätzliche Fachfrage. "Es ist eine Auslegungsfrage, wie hier die Bilanzierung erfolgt ist und auf welcher Basis die Prüfstelle das nicht anerkannt hat", sagte FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller. Zur betreffenden IFRS-Bestimmung gebe es unterschiedliche Rechtsmeinungen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte