Heta - Eisenstadt: Zahlungsfähigkeit der Pfandbriefstelle gesichert

Klagenfurt/Wien/Eisenstadt - Die Liquidität der Pfandbriefstelle ist aus burgenländischer Sicht sichergestellt, hieß es am Donnerstagnachmittag auf APA-Anfrage aus dem Büro von Finanzlandesrat Helmut Bieler (SPÖ). Die Hypo Bank Burgenland habe sich wie alle Hypo-Banken Österreichs darauf verständigt, dass jeweils ein Rahmen von 150 Mio. Euro bereitgestellt werde. Zu einer Aufteilung mit dem Land wurden keine Angaben gemacht.

Das Land Burgenland bekenne sich zur Haftung als Gewährträger für die Hypo Bank Burgenland und werde "den vertraglichen und gesetzlichen Verpflichtungen uneingeschränkt nachkommen", hieß es am Nachmittag. Die Bank Burgenland habe bereits klargestellt, dass die bestehenden Eigenmittel mehr als ausreichend seien, um allfällige Belastungen beziehungsweise Haftungen gegenüber der Pfandbriefstelle zu verkraften.

"Im Gegensatz zu den anderen Gewährträgern ist die Hypo Bank Burgenland nicht im Besitz des Landes (wurde 2006 an die Grazer Wechselseitige AG verkauft, Anm.). Wir stehen zu unseren gesetzlichen Verpflichtungen. Es wurde vereinbart, dass eine eindeutige rechtliche Klärung der Aufteilung herbeigeführt wird", sagte Bieler.

"Ohne das Handeln der Finanzreferenten, die Pfandbriefstelle zu unterstützen, hätte der Finanzmarkt Österreich schweren Schaden genommen", so Bieler. Er machte deutlich, dass keines der jetzt betroffenen Länder und keine der Hypos - ausgenommen Kärnten - diese Krise verursacht hätten.

Bei der gemeinsamen Emissionsstelle der Hypos geht es darum, nach dem Schuldenzahlungsstopp der Hypo-Alpe-Adria-Bad-Bank zahlungsfähig zu bleiben. Die Pfandbriefstelle braucht Liquidität, um Schulden der Heta zu bedienen, für die die Pfandbriefstelle haftet. Insgesamt geht es um 1,2 Mrd. Euro, auf die Zeit des Heta-Schuldenmoratoriums entfallen 800 Mio. Euro. Am 10. April wird schon eine nächste Tilgung fällig, bis dahin musste der Poker um die Haftungszusagen beigelegt sein.

Laut gesetzlicher "Solidarhaftung" muss jedes Bundesland (außer Wien) gemeinsam mit seiner (früheren) Landeshypo gemeinsam ein Achtel der nötigen rund 1,2 Mrd. Euro aufbringen. Zuletzt hatten sich die Finanzreferenten darauf verständigt, dass sich im jeweiligen Bundesland die Hypo und das Land den internen Aufteilungsschlüssel innerhalb ihres Achtels selber ausmachen können. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat die entsprechenden Haftungszusagen von den Hypos mit Nachdruck eingefordert.

Wien/Linz (APA) - Der in Frankfurt börsennotierte österreichische Softwarehersteller Fabasoft hat den Umsatz in den ersten neun Monaten 2017/18 um 14,5 Prozent auf 24 Mio. Euro verbessert. Beim Nettogewinn gab es gar eine Verdoppelung von 1,48 auf 3 Mio. Euro. Das Unternehmen hat zuletzt auch Mitarbeiter aufgebaut.
 

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Fabasoft mit neuen Behördenaufträgen, Kapital angehoben

Unterföhring (APA/dpa) - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat einen Branchenneuling zum neuen Chef gekürt. Der Aufsichtsrat ernannte den früheren Chef des britischen Staubsauger-Herstellers Dyson, Max Conze, am Mittwoch zum Nachfolger des vorzeitig abgelösten Thomas Ebeling.
 

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Staubsauger-Vertreter Conze ProSiebenSat.1-Chef

Luxemburg (APA/dpa) - Bereitschaftsdienste, bei denen Arbeitnehmer innerhalb kurzer Zeit für einen Einsatz zur Verfügung stehen müssen, zählen als Arbeitszeit. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Mittwoch entschieden.
 

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EuGH: Bereitschaftsdienste mit rascher Anwesenheit sind Arbeitszeit