Heta: Deutscher Allianz-Versicherungskonzern schreibt 56 Mio Euro ab

Der deutsche Versicherungsriese Allianz bekommt das Desaster um die Abwicklung der früheren Hypo Alpe Adria, nun Heta, auch in der Bilanz zu spüren. Der Konzern schrieb bisher 56 Mio. Euro an Forderungen ab, die der Versicherer gegenüber der Heta hat, wie Finanzvorstand Dieter Wemmer am Dienstag in München sagte.

Insgesamt ist die Allianz in der Abwicklungsanstalt der Skandalbank mit 133 Mio. Euro engagiert, wovon 60 Mio. Euro auf die Allianz Österreich entfallen.

Die Republik Österreich hatte die Abwicklungsanstalt vor zwei Monaten - und bis Mai 2016 - eingefroren und damit etliche Finanzkonzerne in Deutschland zu Wertberichtigungen gezwungen. Betroffen sind etwa die Commerzbank, die Hypovereinsbank, die Hypo Real Estate und der Rückversicherer Munich Re. Offen ist, wie der Streit ausgeht. Er rechne mit mehreren Jahren, sagte Wemmer.

Das Landgericht München hatte zuvor die Heta zur Rückzahlung einer Milliardensumme an die BayernLB verurteilt. Die Bank müsse offene Kreditforderungen aus mehreren Verträgen mitsamt Zinsen ersetzen. Die Heta ging daraufhin in Berufung. Das nicht rechtskräftige Urteil hatte teils die Hoffnung genährt, dass auch andere Banken Rückzahlungen erwarten könnten.

Geschäftlich hat die Allianz im ersten Quartal von soliden Geschäften mit Vorsorgeprodukten und vom schwachen Euro profitiert. Gut lief es vor allem in der Sparte Lebens- und Krankenversicherungen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen stieg in diesem Bereich zum Jahresstart um ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro.

Währungsgewinne und Kursgewinne bei Anleihen und Aktien befeuerten zudem das Ergebnis aus den Kapitalanlagen. In der größten Sparte - dem Geschäft mit Schaden- und Unfallversicherungen - ging der operative Gewinn wegen Belastungen durch Großschäden um 14 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro zurück. Auch in der Vermögensverwaltung sank er. Hier belasteten Probleme der US-Tochter Pimco.

Überschaubar seien die Folgen des tragischen Absturzes der Germanwings-Maschine. So furchtbar die Katastrophe sei - aus Sicht der Versicherung hielten sich die Kosten in Grenzen, sagte Wemmer. Es sei noch zu früh für konkrete Schätzungen, aber am Ende dürfte die Belastung für die Allianz zwischen 20 und 30 Millionen Dollar liegen.

Die Allianz hatte bereits am vergangenen Mittwoch Eckdaten vorgelegt und ihre Prognose bestätigt. Demnach stieg der operative Gewinn konzernweit um knapp fünf Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro. 2015 soll das operative Ergebnis zwischen 10 und 10,8 (2014: 10,4) Milliarden Euro liegen. Unter dem Strich verdiente die Allianz im ersten Quartal mit 1,9 Milliarden Euro 11 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um 11,2 Prozent auf 37,8 Milliarden Euro.

Madrid (APA/Reuters) - Die Korrektur der Bilanz für 2017 versetzt den Aktien von Dia einen weiteren Schlag. Die Titel der hoch verschuldeten spanischen Supermarktkette fielen am Montag um mehr als 20 Prozent auf ein Rekordtief von 0,70 Euro.
 

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Spanische Supermarktkette Dia musste Bilanz 2017 korrigieren

München (APA/dpa/Reuters) - Die US-Kartellbehörde FTC hat die milliardenschwere Fusion des deutschen Industriegaseherstellers Linde mit dem US-Konkurrenten Praxair zum weltgrößten Industriegase-Konzern unter Auflagen genehmigt. Das teilte die Behörde am Montag mit.
 

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USA genehmigen Linde-Praxair-Fusion unter Auflagen

Wien (APA) - Die Wettbewerbsbehörde (BWB) will stärker gegen unfaire Geschäftspraktiken zwischen großen und kleinen Betrieben vorgehen. "Die Benachteiligung von marktschwachen Vertragspartnern kann zu Wettbewerbsverzerrungen führen", sagte BWB-Chef Theodor Thanner am Montag bei der Präsentation eines "Fairnesskatalogs für Unternehmen".
 

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BWB will schärfer gegen unfaire Geschäftspraktiken vorgehen