Heta - Deutsche FMS verklagt Hypo-Abbaugesellschaft

Die deutsche FMS Wertmanagement - die staatliche Bad Bank der deutschen Hypo Real Estate (HRE) - hat laut einem Bericht der "Börsen-Zeitung" die staatliche Hypo-Abbaugesellschaft Heta Asset Resolution vor dem Landgericht Frankfurt verklagt. FMS fordert 200 Mio. Euro plus Zinsen. Grund ist der kürzlich behördlich angeordnete Heta-Zahlungsstopp und die nicht erfolgte Tilgung der Anleihe vom 6. März.

Das Landgericht Frankfurt wollte auf APA-Anfrage den Bericht weder bestätigen noch dementieren. "Erst wenn eine Klage zugestellt wird, können wir dies kommentieren", sagte der zuständige Richter am Landgericht Arne Hasse. Die Auslandszustellung einer Klage von Deutschland nach Österreich könne zwischen ein und zwei Monaten dauern.

Die Heta hätte eine am 6. März fällige Anleihe über 450 Mill. Euro - davon 200 Mio. Euro an die FMS - zurückzahlen müssen, dies aber aufgrund des Schulden-Moratoriums nicht getan. Am 20. März wird eine weitere Heta-Anleihe mit einem Volumen von 500 Mio. Euro fällig.

Laut "Börsen-Zeitung" vertritt die Münchner Anwaltskanzlei Sernetz/Schäfer die FMS Wertmanagement in der Heta-Causa vor dem Landgericht Frankfurt. Die Kanzlei wollte auf APA-Anfrage den Rechtsstreit nicht kommentieren. "Wir dürfen keine Auskunft geben."

Für die Gläubiger der staatlichen Hypo-Abbaugesellschaft Heta heißt das am 1. März von der Finanzmarktaufsicht (FMA) verhängte Schuldenmoratorium bis Ende Mai 2016, dass sie während der kommenden 15 Monate keine Zahlungen (Tilgungen, Zinsen) auf ihre Hypo-Papiere erhalten. Zudem müssen viele ihre Heta-Investments wegen des geplanten Schuldenschnitts zumindest teilweise abschreiben. Allein deutsche Banken und Versicherer halten laut "Handelsblatt" zumindest 2,5 Mrd. Euro an Heta-Anleihen in ihren Büchern.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte