Heta - Bankenexperte: Konkurs wäre Maximalschaden

Wien/Klagenfurt - Der Wiener Bankenexperte Stefan Pichler (WU Wien) hat vor einem Konkurs der Hypo-Abbaugesellschaft Heta gewarnt. Bei einer Insolvenz wäre "alles sofort fällig, nämlich alle Forderungen und Haftungen. Die Derivatverträge fliegen in die Luft", sagte Pichler zur APA. Der Schaden für den Steuerzahler wäre maximal und keine zeitliche Flexibilität gegeben.

Kritik übte der Bankenexperte an der Krisenpolitik der Regierung: Der Abbau der Hypo sei mit sieben Jahre Verspätung angegangen worden. Um eine Insolvenz einer Bank zu vermeiden, ist im neuen Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (BaSAG) ein behördlich verordneter Zahlungsstopp möglich.

Die vom Schuldenmoratorium bis Mai 2016 betroffenen Anleihengläubiger mit einem Volumen von knapp 1,9 Mrd. Euro und Kärntner Landeshaftung werden wohl rechtliche Konsequenzen ziehen und sich an das Land Kärnten wenden, rechnet Pichler. "Es wird spannend, ob Kärnten das zahlt, oder sich verweigert."

Aufgrund des "riesigen Abschreibungsbedarf" bei der Heta erwartet der Bankenexperte trotz eines möglichen Schuldenschnitts noch Staatshilfe. "Irgendwas wird der Bund noch schlucken müssen." Vielleicht gebe es aber trotzdem einmal bei den Forderungen irgendwann eine "Überraschung nach oben".

Geld

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Brüssel (APA) - Österreich verzeichnete am Ende des Vorjahres die fünfthöchste Inflation in der EU. Im Dezember 2017 wies Österreich laut Eurostat-Daten vom Mittwoch eine Teuerungsrate (HVPI) von 2,3 Prozent aus. Spitzenreiter waren gemeinsam Estland und Litauen mit je 3,8 Prozent. Einziges Land mit sinkenden Preisen war Zypern (-0,4 Prozent Inflationsrate).
 

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Österreich im Dezember 2017 mit fünfthöchster Inflation in EU

Wien/Linz (APA) - Der Linzer IT-Dienstleister S&T blickt sehr zuversichtlich auf das Geschäftsjahr 2018. Geplant ist ein Umsatzplus von rund 15 Prozent auf knapp 1 Mrd. Euro, die Profitabilität (EBITDA) soll sich um 30 Prozent auf ca. 80 Mio. Euro erhöhen. Verantwortlich dafür ist laut S&T "die erfreuliche Entwicklung des hochmargigen Geschäftssegmentes 'IoT Solutions' sowie der weiter gestiegene Auftragsbestand".
 

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S&T erwartet für 2018 deutliches Ergebnisplus auf 80 Mio. Euro