Heta - Bankenexperte: Konkurs wäre Maximalschaden

Wien/Klagenfurt - Der Wiener Bankenexperte Stefan Pichler (WU Wien) hat vor einem Konkurs der Hypo-Abbaugesellschaft Heta gewarnt. Bei einer Insolvenz wäre "alles sofort fällig, nämlich alle Forderungen und Haftungen. Die Derivatverträge fliegen in die Luft", sagte Pichler zur APA. Der Schaden für den Steuerzahler wäre maximal und keine zeitliche Flexibilität gegeben.

Kritik übte der Bankenexperte an der Krisenpolitik der Regierung: Der Abbau der Hypo sei mit sieben Jahre Verspätung angegangen worden. Um eine Insolvenz einer Bank zu vermeiden, ist im neuen Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (BaSAG) ein behördlich verordneter Zahlungsstopp möglich.

Die vom Schuldenmoratorium bis Mai 2016 betroffenen Anleihengläubiger mit einem Volumen von knapp 1,9 Mrd. Euro und Kärntner Landeshaftung werden wohl rechtliche Konsequenzen ziehen und sich an das Land Kärnten wenden, rechnet Pichler. "Es wird spannend, ob Kärnten das zahlt, oder sich verweigert."

Aufgrund des "riesigen Abschreibungsbedarf" bei der Heta erwartet der Bankenexperte trotz eines möglichen Schuldenschnitts noch Staatshilfe. "Irgendwas wird der Bund noch schlucken müssen." Vielleicht gebe es aber trotzdem einmal bei den Forderungen irgendwann eine "Überraschung nach oben".

Wien (APA) - Der frühere Chef der Erste Bank Österreich, Thomas Uher, wird ab 15. Oktober als viertes Vorstandsmitglied der Volksbank Wien und dort das Ressort Risiko leiten. Das hat der Aufsichtsrat der Volksbank Wien AG heute, Dienstag, beschlossen.
 

Newsticker

Ex-Erste-Bank-Chef Uher wird Risiko-Vorstand der Volksbank Wien

Zürich (APA/Reuters) - Die Schweizer Finanzmarktaufseher gehen gegen Betrügereien mit Kryptowährungen vor: Die Finma zog Anbieter aus dem Verkehr, die Kunden über das Internet die selbst erfundene Scheinkryptowährung E-Coin angeboten haben, wie die Behörde am Dienstag mitteilten.
 

Newsticker

Schweiz stoppt Coin-Betrüger - Warnung vor Scheinwährungen

Madrid (APA/Reuters) - Die spanische Regierung will die Neuverschuldung im kommenden Jahr unter die Marke von drei Prozent drücken. 2017 sei man auf gutem Wege, die angepeilten 3,1 Prozent zu erreichen, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Dienstag. In den letzten Jahren wurde die in den europäischen Verträgen festgelegte Defizit-Obergrenze von drei Prozent im Verhältnis zum BIP teils sehr deutlich verfehlt.
 

Newsticker

Spaniens Regierung bei Defizitziel zuversichtlich