Heta - Bankenexperte: Konkurs wäre Maximalschaden

Wien/Klagenfurt - Der Wiener Bankenexperte Stefan Pichler (WU Wien) hat vor einem Konkurs der Hypo-Abbaugesellschaft Heta gewarnt. Bei einer Insolvenz wäre "alles sofort fällig, nämlich alle Forderungen und Haftungen. Die Derivatverträge fliegen in die Luft", sagte Pichler zur APA. Der Schaden für den Steuerzahler wäre maximal und keine zeitliche Flexibilität gegeben.

Kritik übte der Bankenexperte an der Krisenpolitik der Regierung: Der Abbau der Hypo sei mit sieben Jahre Verspätung angegangen worden. Um eine Insolvenz einer Bank zu vermeiden, ist im neuen Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (BaSAG) ein behördlich verordneter Zahlungsstopp möglich.

Die vom Schuldenmoratorium bis Mai 2016 betroffenen Anleihengläubiger mit einem Volumen von knapp 1,9 Mrd. Euro und Kärntner Landeshaftung werden wohl rechtliche Konsequenzen ziehen und sich an das Land Kärnten wenden, rechnet Pichler. "Es wird spannend, ob Kärnten das zahlt, oder sich verweigert."

Aufgrund des "riesigen Abschreibungsbedarf" bei der Heta erwartet der Bankenexperte trotz eines möglichen Schuldenschnitts noch Staatshilfe. "Irgendwas wird der Bund noch schlucken müssen." Vielleicht gebe es aber trotzdem einmal bei den Forderungen irgendwann eine "Überraschung nach oben".

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht