Heta - Bankenexperte: Konkurs wäre Maximalschaden

Wien/Klagenfurt - Der Wiener Bankenexperte Stefan Pichler (WU Wien) hat vor einem Konkurs der Hypo-Abbaugesellschaft Heta gewarnt. Bei einer Insolvenz wäre "alles sofort fällig, nämlich alle Forderungen und Haftungen. Die Derivatverträge fliegen in die Luft", sagte Pichler zur APA. Der Schaden für den Steuerzahler wäre maximal und keine zeitliche Flexibilität gegeben.

Kritik übte der Bankenexperte an der Krisenpolitik der Regierung: Der Abbau der Hypo sei mit sieben Jahre Verspätung angegangen worden. Um eine Insolvenz einer Bank zu vermeiden, ist im neuen Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (BaSAG) ein behördlich verordneter Zahlungsstopp möglich.

Die vom Schuldenmoratorium bis Mai 2016 betroffenen Anleihengläubiger mit einem Volumen von knapp 1,9 Mrd. Euro und Kärntner Landeshaftung werden wohl rechtliche Konsequenzen ziehen und sich an das Land Kärnten wenden, rechnet Pichler. "Es wird spannend, ob Kärnten das zahlt, oder sich verweigert."

Aufgrund des "riesigen Abschreibungsbedarf" bei der Heta erwartet der Bankenexperte trotz eines möglichen Schuldenschnitts noch Staatshilfe. "Irgendwas wird der Bund noch schlucken müssen." Vielleicht gebe es aber trotzdem einmal bei den Forderungen irgendwann eine "Überraschung nach oben".

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker