Heta - Ausgliederung des Südosteuropa-Netzwerks abgeschlossen

Die Ausgliederung der an den US-Fonds Advent und die Osteuropabank EBRD verkauften Hypo-Südosteuropabanken ist abgeschlossen. Laut einer Aussendung vom Dienstag sind die Beteiligungen in Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro "rechtlich und operativ" vollständig aus der Hypo-Abbaueinheit Heta herausgelöst worden. Der Verkaufsprozess soll im Juni finalisiert werden.

Gelenkt wird das Netzwerk künftig von der Hypo Group Alpe Adria AG (HGAA), die ihren Sitz in Klagenfurt behält. Rund 200 Mitarbeiter der früheren Hypo Alpe-Adria-International wurden mit April übernommen. Die weiteren erforderlichen Schritte einschließlich der behördlichen Genehmigungsverfahren würden plangemäß verkaufen, hieß es vonseiten der HGAA. Mit einer Verzögerung beim Abschluss der Transaktion sei nicht zu rechnen.

Die neue Hypo Group plant, das Privatkunden- und Finanzierungsgeschäft für Mittelständler in den westlichen Balkanländern auszubauen und das Corporate Finance- und Public Finance-Geschäft zu erhalten. "Die HGAA ist eine starke Bankengruppe mit einer Kapitalquote von über 20 Prozent und verfügt über mehr als 2 Milliarden Euro in langfristigen Finanzmitteln", hieß es in der Aussendung. Die zwei Mrd. Euro sind jene Mittel, die noch von der verstaatlichten Mutter in den Banken stecken. Sprecher Max Hohenberg sagte zur APA, dass die Rückzahlung dann beginnen könne, wenn sich die Südosteuropabanken wieder über den Kapitalmarkt finanzieren können.

Die Vereinbarung über den Verkauf des Hypo-Südosteuropanetzwerks aus der Heta an Advent und EBRD wurde am 22. Dezember unterzeichnet. Als Kaufpreis wurden bis zu 200 Mio. Euro vereinbart. 150 Mio. Euro davon fließen nur unter bestimmten Bedingungen. Die Haftungsobergrenze wurde mit 1,7 Mrd. Euro fixiert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) drängt einem Zeitungsbericht zufolge indessen die ihr unterstellten Banken zu hohen Abschreibungen auf ihre Engagements bei der österreichischen Hypo-Bad-Bank Heta.

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma

Die Telekomaufsicht weicht Regelwerk das unter Barack Obama erst beschlossen wurde. Der Rechtsstreit ist damit programmiert, es wird mit Klagen von vielen Interenetkonzernen gerechnet.
 

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US-Behörde kippt Netzneutralität - Rückschlag für Google & Co