Henkel setzt mit Übernahme in den USA Einkaufstour fort

(Reuters) - Der Konsumgüterkonzern Henkel stärkt seine Klebstoffsparte mit der Übernahme des US-Unternehmens The Bergquist Company. Zu finanziellen Details der Transaktion schwieg Henkel sich am Donnerstag aus. Bergquist hatte 2013 mit rund 1000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 130 Millionen Euro erzielt und ist auf Lösungen für die Elektronikindustrie spezialisiert. Die Transaktion müsse noch von den Kartellbehörden genehmigt werden, teilte Henkel weiter mit. Die Anleger reagierten unbeeindruckt auf den Zukauf: Henkel-Aktien notierten am Morgen nahezu unverändert bei 82,97 Euro.

Henkel sucht mit prall gefüllten Kassen im Rücken Übernahmeziele. Die Bergquist-Transaktion stemmt der Düsseldorfer Konzern nach eigenen Angaben aus Barmitteln. Allein im zweiten Quartal 2014 hatte der Hersteller von Waschmittel, Shampoo und Kleber Zukäufe im Gesamtwert von rund 1,2 Milliarden Euro bekanntgegeben. Größter Brocken dabei war die Übernahme der französischen Spotless-Group für rund 940 Millionen Euro, mit deren Hilfe Henkel das Waschmittelgeschäft rund um Persil in Europa weiter ausbauen will.

Der Konzern will auch mit Zukäufen seinen Umsatz bis 2016 auf rund 20 Milliarden Euro hochschrauben. Eine wichtige Rolle kommt dabei auch der Klebstoffsparte zu: Henkel hatte dort 2013 etwa 8,1 Milliarden Euro erlöst, rund die Hälfte des Konzernumsatzes von damals 16,4 Milliarden.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne