Hellofresh steckt Ausstieg von Großaktionär gut weg

Berlin (APA/Reuters) - Der deutsche Essenslieferant Hellofresh hat über Nacht seinen zweitgrößten Aktionär verloren. Der Start-up-Investor Phenomenon Ventures verkaufte seinen kompletten Anteil von 7,3 Prozent über die Investmentbank Berenberg an institutionelle Investoren. Der Preis lag mit 11,00 Euro je Aktie um neun Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Mittwoch, wie Berenberg am Donnerstag mitteilte.

Am Donnerstagvormittag wurden die Papiere von Hellofresh mit 12,00 Euro gehandelt. Einige Investoren, die beim Börsengang der Beteiligung von Rocket Internet zu kurz gekommen seien, hätten die Gelegenheit genutzt, um einzusteigen, sagte ein Banker.

Phenomenon Ventures nimmt mit dem Verkauf 129,5 Mio. Euro ein. Es war die dritte Platzierung von Hellofresh-Aktien seit der Erstnotiz Anfang November. Mitte April hatte Rocket Internet bereits Papiere für 150 Mio. Euro auf den Markt geworfen und hält nun noch 43,8 Prozent der Anteile. Vorwerk Ventures trennte sich Anfang Mai von seiner Beteiligung von knapp 3,7 Prozent.

Hellofresh hatte am Montag über ein starkes Wachstum im ersten Quartal berichtet und erstmals einen positiven Mittelzufluss (Cashflow) ausgewiesen, was die Aktie kräftig nach oben trieb.

London (APA/Reuters) - Britische Abgeordnete haben ihre europäischen Kollegen um Mithilfe bei der Aufklärung des Facebook-Datenskandals gebeten. Weil Firmengründer Mark Zuckerberg vor dem EU-Parlament, nicht aber vor dem britischen Parlament aussage, müssten die Europa-Abgeordneten nun die richtigen Fragen stellen, forderte der Vorsitzende des Medien-Ausschusses im britischen Parlament, Damian Collins, am Dienstag.
 

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Britische Abgeordnete wollen von Zuckerberg Antworten

Hamburg (APA/dpa) - Die Unternehmen in Europa stehen nach einer Analyse im Auftrag des Hamburger Finanzdienstleisters EOS der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eher positiv gegenüber. Mehr als zwei Drittel derjenigen Unternehmen, welche die neue Verordnung als relevant einschätzen, profitieren demnach von höherer Datensicherheit in ihrem Forderungsmanagement, heißt es in einer Mitteilung.
 

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EU-Unternehmen bewerten Datenschutz-Verordnung trotz Bedenken positiv

München/Toulouse (APA/Reuters) - Airbus und die EU wollen mit kleinen Änderungen an staatlichen Darlehen für den Flugzeugbauer drohende Sanktionen der USA umgehen. Airbus und die vier EU-Staaten Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien, in denen der Konzern produziert, ziehen damit die Konsequenzen aus dem jüngsten Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) zur Unterstützung der EU für Airbus.
 

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Airbus und EU-Staaten wollen Sanktionen der USA vermeiden