Hellas-Unsicherheit drückte Euro unter Marke von 1,10 Dollar =

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag auf 1,0931 (Montag: 1,1008) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9148 (0,9084) Euro.

"Die Unsicherheit über die Zukunft Griechenlands im Währungsraum hat den Euro belastet", sagte Ralf Umlauf Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Griechenland hatte zwar auf der Sitzung der Finanzminister der Eurozone einen neuen Hilfsantrag angekündigt, aber keine konkreten Reformvorschläge vorgelegt. "Eine rasche Einigung erscheint sehr unwahrscheinlich", sagte Umlauf.

Der Eurokurs gab auch zu anderen wichtigen Währungen wie dem Schweizer Franken und dem japanischen Yen nach. Auch die Kursverluste an den Aktienmärkten und die Flucht in sichere Staatsanleihen zeigen laut Umlauf die große Verunsicherung. In den kommenden Tagen könne der Euro bis auf rund 1,08 Dollar fallen. Allerdings sei die Kursentwicklung nur schwer vorhersehbar, da sie stark durch die politischen Ereignisse rund um Griechenland geprägt sei.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7077 (0,7080) britische Pfund, 133,88 (135,11) japanische Yen und 1,0383 (1,0422) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.156,25 (1.166,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 33.620,00 (33.290,00) Euro.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht