Hellas-Geldgeber prüfen Reformen vor Hilfszahlung

Vor Auszahlung neuer Milliardenhilfen für Griechenland haben die Geldgeber mit der Überprüfung der geforderten Reformen begonnen. Bei den Gesprächen in Athen geht es um Haushaltssanierung, Änderungen im Pensionssystem und die Rekapitalisierung der Banken, wie ein griechischer Regierungsvertreter am Mittwoch mitteilte.

Von einer positiven Einschätzung der Gläubiger aus Europa und des Internationalen Währungsfonds (IWF) hängt es ab, ob Griechenland die nächste Tranche von 3 Mrd. Euro aus dem dritten Hilfspaket erhält.

An den Gesprächen nehmen auf europäischer Seite Vertreter der EU-Kommission, der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie des Euro-Rettungsschirms ESM teil. Komplettiert wird das Quartett mit einem Vertreter des IWF. Das frühere Dreier-Format aus EU, EZB und IWF ("Troika") war in der griechischen Bevölkerung wegen der strengen Reformauflagen verhasst.

"Es war ein Vorbereitungstreffen. Dabei wurde erörtert, wie wir vorgehen und was wir behandeln", erläuterte Finanzminister Euklid Tsakalotos. Die Regierung in Athen hatte am 16. Oktober ein Reformpaket auf den Weg gebracht, darunter ein höheres Pensionsalter, deutlich weniger Anreize zur Frühpensionierung und Maßnahmen im Kampf gegen die Steuerhinterziehung. Weitere Reformen sollen folgen, wie eine Besteuerung für Landwirte und Änderungen bei Pensionsfonds. Doch gegen die Vorhaben der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras regt sich Widerstand: Für den 12. November haben Gewerkschaften zu einem landesweiten Streik aufgerufen.

Die Regierung des finanzschwachen Landes will die Reformen jedoch durchsetzen, um sich möglichst schnell weiteren finanziellen Spielraum zu verschaffen. Die Auszahlung der Hilfstranche wird für November angestrebt. Zudem sollen bis zum Jahresende entscheidende Schritte zur Sanierung des angeschlagenen Bankensektors folgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) prüft derzeit die großen Geldhäuser des Landes auf Herz und Nieren, um deren Kapitalbedarf zu ermitteln.

Anfang nächsten Jahres könnten dann die Kapitalkontrollen fallen, wie Vize-Finanzminister George Houliarakis mitteilte. Voraussetzung sei jedoch, dass das wirtschaftliche Umfeld stabil bleibe. Das Land hatte im Juni die Kontrollen eingeführt, um einen Ansturm auf die Banken zu verhindern. Zuvor hatten die Bürger aus Sorge, das Land könnte aus dem Euro ausscheiden, in Scharen ihre Konten leergeräumt.

New York (APA/AFP) - Erstmals seit der Gründung vor 86 Jahren führt eine Frau den US-Kosmetikkonzern Revlon. Die 44-jährige Debra Perelman werde "ab sofort" die Geschäfte führen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die bisherige Stellvertreterin ersetzt damit ihren Chef Fabian Garcia, der im Jänner nach weniger als zwei Jahren im Amt zurückgetreten war.
 

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Kosmetikkonzern Revlon erstmals seit 86 Jahren von einer Frau geführt

Bozen (APA) - Der bisherige Präsident der Handelskammer Bozen und Direktor des Südtiroler Medienhauses, Michl Ebner, ist Mittwochabend in seiner Funktion bestätigt worden. Der 65-Jährige wurde vom neu eingesetzten Kammerrat im ersten Wahlgang mit 35 von 47 Stimmen für eine weitere Amtszeit gewählt. Ebner steht der Handelskammer seit 2008 als deren Präsident vor.
 

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Michl Ebner als Präsident der Handelskammer Bozen bestätigt

Braunschweig (APA/dpa) - Der Wegfall der EU-Zuckerquote hat die Bilanz von Europas zweitgrößtem Hersteller Nordzucker deutlich getrübt. Ein rapider Preisverfall habe sich bereits negativ auf das Geschäftsjahr 2017/18 ausgewirkt und werde auch zu einem Ergebnisrückgang im laufenden Jahr führen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Nach Aus für Zuckerquote: Preisverfall trübt Bilanz bei Nordzucker