Heißer Sommer bescherte Pfanner saftiges Ergebnis

Der Vorarlberger Safthersteller Pfanner hat vom heißen Sommer 2015 profitiert. Mit etwas mehr als einer viertel Milliarde Euro Umsatz wurde der zweithöchste Umsatz der Unternehmensgeschichte erzielt. Heuer wird Pfanner 160 Jahre alt.

Lauterach. Der Vorarlberger Fruchtsaft- und Eisteeproduzent Pfanner hat im vergangenen Jahr mit 252 Mio. Euro (plus 2,4 Prozent gegenüber 2014) den bisher zweithöchsten Umsatz der Firmengeschichte erzielt. Der Bestwert datiert aus dem Jahr 2013 mit 255 Mio. Euro, 2014 waren 246 Mio. Euro geschafft worden, teilte das Familienunternehmen mit. Zum Ergebnis machte Pfanner traditionell keine Angaben.

Der geschäftsführende Gesellschafter Peter Pfanner führte das Umsatzwachstum auf den sehr heißen Sommer und innovative Neuprodukte zurück. Im Eistee-Bereich sei man überproportional gewachsen, wobei vor allem im Kernmarkt Deutschland eine starke Steigerung gelungen sei. Pfanner berichtete weiter von einem stabilen Fruchtsaftabsatz, das mengenmäßige Plus bezifferte er mit rund fünf Prozent. Erstmals seit vielen Jahren sei wieder ein Wachstum auf breiter Front in den östlichen EU-Staaten geschafft worden, während sich der österreichische und italienische Markt "konstant" entwickelt hätten. Der Exportanteil lag weiter bei 80 Prozent.

Der sehr heiße Sommer hatte laut Pfanner für das Unternehmen aber auch eine Kehrseite, die sich im Herbst offenbart habe: Viele heimische Obstsorten seien nur zu deutlich höheren Preisen zu bekommen gewesen, auch bei exotischen Früchten habe es Preissteigerungen gegeben. Diese seien durch die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar noch verschärft worden.

Positiv bewertete der geschäftsführende Gesellschafter die Ausweitung des Bio-Angebots und die erneute Steigerung des Fairtrade-Volumens um 25 Prozent in Pfanners Fruchtsaftbereich. Auch mit der "Pure Tea"-Linie habe man im vergangenen Jahr besonders gute Ab- und auch Nachverkäufe erzielt. "Die Zeit scheint wirklich reif zu sein für null Prozent Zucker, Süßstoffe und Kalorien", freute sich Pfanner über die positive Resonanz.

Für das heurige Jahr - in dem das Unternehmen sein 160-jähriges Bestehen feiert - kündigte Peter Pfanner abermals neue Produkte sowie die Inbetriebnahme des vollautomatischen Hochregallagers mit 9.000 Stellplätzen am Stammsitz in Lauterach (Bezirk Bregenz) an. Damit werde man deutliche Kosteneinsparungen erzielen können. Am Standort Enns, der in den vergangenen Jahren zum Zentrum der Direktsaft-Verarbeitung herangewachsen ist, wolle man weiter die Tankkapazitäten ausbauen. Peter Pfanner rechnete nicht mit einem neuerlich überdurchschnittlich heißen Sommer und nannte deshalb als Ziel, den Umsatz von 2015 halten zu wollen.

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los