Heimtiermarkt unter Druck: Fressnapf wächst langsamer als geplant

Krefeld (APA/dpa) - Im stark umkämpften Heimtiermarkt konnte der europäische Branchenprimus Fressnapf seine hoch gesteckten Wachstumsziele im vergangenen Jahr nicht ganz erreichen. Statt eines in Aussicht gestellten Wachstums um mehr als 8 Prozent auf mehr als 2 Mrd. Euro erwirtschaftete die Gruppe ein Plus von rund 6,5 Prozent auf 1,98 Mrd. Euro, wie Fressnapf am Mittwoch berichtete.

Ohne Neueröffnungen lag das Umsatzwachstum lediglich bei rund 3,5 Prozent. Stark habe die Gruppe vor allem im Auslandsgeschäft und im Onlinehandel mit jeweils zweistelligen Zuwachsraten zulegen können, hieß es.

In Österreich steigerte Fressnapf den Gesamtumsatz um 3,3 Prozent auf 157,8 Mio. Euro. Betrachtet man die Fressnapf-Unternehmensgruppe in Österreich in Gänze, haben die 129 Fressnapf- und fünf Megazoo-Filialen im vergangenen Jahr mehr als 180 Mio. Euro umgesetzt. Fressnapf beschäftigt in Österreich etwa 1.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Fressnapf-Inhaber Torsten Toeller kündigte für den Konzern für das laufende Jahr einen weiteren Umsatzanstieg auf mehr als 2 Mrd. Euro an. Neben der Eröffnung zusätzlicher Läden werde das Unternehmen auch das Onlinegeschäft weiter vorangetrieben. Nach Deutschland wird Österreich das zweite Land der Gruppe sein, in dem Fressnapf einen Online-Shop startet. Dabei werde Fressnapf verstärkt auf Eigenmarken sowie auf die Entwicklung von Tier-Snacks setzen.

Toeller beklagte eine zunehmende Intensivierung der Verteilungskämpfe. "Der Wettbewerb in der Pet-Branche hat sich kanalübergreifend verändert", sagte er. Die 1990 von Toeller gegründete Unternehmensgruppe mit Sitz in Krefeld betreibt heute mit mehr als 10.000 Beschäftigten rund 1.500 Fachmärkte in elf europäischen Ländern.

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