Heimische Wirtschaft wuchs 2014 nur um 0,4 Prozent

Das Wirtschaftswachstum ist 2014 in Österreich mit einem realen Plus von 0,4 Prozent niedrig ausgefallen und überstieg das Wachstum 2013 von 0,3 Prozent nur gering. Der Aufschwung blieb hinter der im internationalen Umfeld vorhandenen Dynamik zurück, so die Statistik Austria am Freitag. Die Wirtschaft in der EU wuchs um 1,3 Prozent, in der Eurozone um 0,8 Prozent und in Deutschland um 1,6 Prozent.

Das österreichische Bruttoinlandsprodukt lag im Vorjahr bei 329,3 Mrd. Euro - ein nominelles Plus von 2 Prozent, real sind es 0,4 Prozent. Pro Einwohner entspricht das einem Wert von 38.540 Euro.

Die einzelnen Branchen entwickelten sich durchaus unterschiedlich. Das kräftigste reale Wachstum verzeichnete die Land- und Forstwirtschaft mit plus 4,1 Prozent, danach folgten das Realitätenwesen (plus 2,8 Prozent) sowie die Energie- und Wasserversorgung mit plus 2,6 Prozent.

Reale Rückgänge verzeichnete das Informations- und Kommunikationsdienstleistungswesen mit minus 2,7 Prozent und der Bau mit minus 2,0 Prozent.

Die Dienstleistungen wuchsen insgesamt nur um 0,2 Prozent und somit unter dem gesamtwirtschaftlichen Trend. Der produzierende Bereich verzeichnete einen Anstieg von real 0,6 Prozent.

Die Exportnachfrage wuchs um 2,1 Prozent. Damit wurden auch die Zuwachsraten von 2012 (plus 1,7 Prozent; 2013 plus 0,8 Prozent) übertroffen. Der langjährige Durchschnitt von 1995 bis 2013 mit dem deutlichen Anstieg von 5 Prozent wurde aber bei weitem nicht erreicht.

Weiterhin schwach blieb allerdings die Konsumnachfrage. Die Konsumausgaben des Staates stiegen real um 0,8 Prozent, jene der privaten Haushalte gingen real sogar zurück - wenn auch minimal um minus 0,02 Prozent. Auch von der Investitionsgüternachfrage gingen insgesamt keine wesentlichen Impulse aus. Den größten Anstieg gab es bei Maschineninvestitionen mit plus 1,9 Prozent. Die Bauinvestitionen gingen zurück - beim Wohnbau real um minus 1,2 Prozent, im sonstigen Bau um minus 0,9 Prozent.

Das nominelle Arbeitnehmerentgelt - die Summe aller Geld- und Sachleistungen der Dienstgeber an die Mitarbeiter - nahm 2014 um 2,6 Prozent zu. Das real verfügbare Nettoeinkommen der gesamten Volkswirtschaft sank aber um 0,5 Prozent.

Die vollzeitäquivalente Beschäftigung stieg um 0,2 Prozent. Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse erhöhte sich um 1,1 Prozent auf 4,5 Millionen. Die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit je Beschäftigungsverhältnis sank um 0,6 Prozent. Somit ergab sich im Vergleich zu 2013 ein um 0,4 Prozent gestiegenes Arbeitsvolumen. Dies wiederum bedeutet einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsproduktivität von 0,2 Prozent je Erwerbstätigem und eine leicht sinkende Produktivität je Arbeitsstunde von minus 0,1 Prozent.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht