Heimische KMU melden Umsatzdelle auf hohem Niveau

Wien (APA) - In den heimischen Klein- und Mittelbetrieben (KMU) wird die Geschäftslage weiter als gut beschrieben. Eine Umfrage der Creditreform ergab allerdings, dass die Umsatzkurve des österreichischen Mittelstandes im Herbst 2018 eine Delle auf hohem Niveau bekommen hat.

Betrug der Saldo aus gestiegenen und gesunkenen Umsätzen vor einem Jahr noch plus 25,9 Prozentpunkte, so sind es heuer im Herbst plus 20,9 Prozentpunkte. In den vergangenen Monaten haben 35,1 Prozent der Befragten (Vorjahr: 39,1 Prozent) höhere Umsätze erwirtschaftet, berichtete Creditreform am Donnerstag. Auf der anderen Seite mussten 14,2 Prozent (Vorjahr: 13,2 Prozent) einen Umsatzrückgang verkraften.

Die Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung hat im Herbst 2018 an die 1.700 österreichische Klein- und Mittelunternehmen nach der aktuellen Wirtschaftslage und den Ausblicken für die kommenden sechs Monate befragt. Tenor: Die Konjunktur in Österreich war im Herbst dieses Jahres gut in Form. Sie hat jedoch an Schwung verloren.

In den heurigen Herbstumfrage gab sich der Mittelstand noch recht entspannt. Von einer abschwächenden Wirtschaftsdynamik war demnach noch nicht viel zu spüren, schrieb Creditreform. Lediglich in der Dienstleistungsbranche zogen erste dunkle Wolken am Horizont auf. Hier gaben sowohl der Geschäftslage- als auch der Erwartungsindex nach. In den anderen drei Hauptwirtschaftsbereichen legten beide Indizes dagegen zu, wenn auch nicht mehr so deutlich wie im Herbst 2017 - wenngleich auch im Handel mehr Firmen über ein Umsatzminus klagten als voriges Jahr.

Die Auftragsbücher der mittelständischen Unternehmen waren in den letzten Monaten nicht ganz so gut gefüllt wie im Herbst 2017. Dass sich die konjunkturelle Dynamik im Land zum Ende des Jahres abgeschwächt hat, zeigte auch das herbstliche Creditreform Klimabarometer. Hier konnte sich der Index im Herbst 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Zähler von plus 23,9 auf plus 25,5 Punkte verbessern, liegt jedoch, anders als in den Jahren zuvor, unter dem Frühjahresergebnis (plus 27,6 Punkte).

Nachdem im vergangenen Frühjahr das Creditreform-Klimabarometer als Gradmesser für Stimmung in den KMU die besten Werte seit 2007/2008 auswies, scheint der Höhepunkt nun im Herbst 2018 erreicht worden zu sein, heißt es in der Mitteilung heute.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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