Hedgefonds verbuchten größten Geldabfluss seit Finanzkrise

Boston (Massachusetts) - Die Hedgefonds-Branche hat im abgelaufenen Quartal so viele Kundengelder verloren wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Weltweit verringerten sich die Einlagen um 3,9 Prozent oder 95 Mrd. Dollar (83,8 Mrd. Euro) auf nunmehr 2,87 Billionen Dollar, wie aus am Dienstag veröffentlichten Zahlen der Analysefirma Hedge Fund Research hervorgeht.

Wie Investoren in der ganzen Welt hatten die Fonds in den vergangenen Monaten mit Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten zu kämpfen. So sorgten die Wachstumsschwäche in China, sinkende Rohstoffpreise und die Unsicherheit über die Zinsen in den USA für Unruhe. Von Jahresbeginn bis Ende September verbuchten die Hedgefonds den Analysten zufolge ein Renditeminus von 1,5 Prozent. Damit schlugen sie sich aber besser als der Wall-Street-Börsenindex S&P-500, der im selben Zeitraum um sieben Prozent fiel.

Die Branche umwirbt Großinvestoren wie Pensionsfonds und Stiftungen und verlangt vergleichsweise hohe Gebühren für ihre Dienste. Anders als bei offenen Investmentfonds können Kunden nicht jederzeit ihr Geld abziehen.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

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Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

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Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

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Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder