Harte Fronten zum Start der VW-Haustarifrunde

Wolfsburg - In den Verhandlungen für die rund 120.000 Mitarbeiter im Haustarif bei Volkswagen haben sich bereits zum Start der Gespräche verhärtete Fronten abgezeichnet. Der Verhandlungsführer auf Arbeitgeberseite, Martin Rosik, sagte am Dienstag in Hannover vor dem Hintergrund der Abgasaffäre: "Die aktuelle wirtschaftliche Situation ist angespannt."

Dagegen sprach Rosiks Gegenüber von der Gewerkschaft IG Metall, Hartmut Meine, von guten Voraussetzungen, da die Geschäftsprognose für das laufende Jahr trotz des Dieselskandals wieder einen Gewinn verspreche. "Wir gehen sehr selbstbewusst in diese Tarifrunde", sagte Meine. "Wir verhandeln hier für das laufende Jahr 2016, und der Ausblick dafür ist gut. Und deswegen wollen die Menschen bei Volkswagen auch eine gute Lohnerhöhung haben."

Die IG Metall will bei VW wie in den parallel laufenden Verhandlungen zum Branchen-Flächentarif fünf Prozent mehr Geld. Auch eine Verlängerung der Altersteilzeitregel steht zur Debatte. Der VW-Haustarif ist der größte Firmentarif Deutschlands. Er gilt in den sechs westdeutschen VW-Werken Emden, Hannover, Wolfsburg, Salzgitter, Braunschweig und Kassel sowie bei der VW-Finanztochter mit Zentrale in Braunschweig.

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

Newsticker

Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

Newsticker

Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder