Hapag-Lloyd rutschte tiefer in die roten Zahlen

Hamburg (APA/Reuters) - Der Konkurrenzkampf auf See und die gestiegenen Spritpreise haben Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd tiefer in die roten Zahlen getrieben. Im ersten Halbjahr weitete sich der Verlust auf 101 Mio. Euro aus, nach 43 Mio. Euro vor einem Jahr.

Um gegenzusteuern, will Hapaq-Lloyd weniger profitable Routen auf den Prüfstand stellen und Verträge mit Hafenterminals neu verhandeln. "Wir überprüfen die Wirtschaftlichkeit unserer Schiffssysteme und optimieren unsere Terminalverträge, um zusätzliche Entlastungen auf der Kostenseite zu erzielen", kündigte Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Freitag an. Für die kommenden Monate erwartet er eine langsame Verbesserung des Marktumfelds, allerdings könnte der Handelsstreit zwischen den USA und China dies erschweren.

Aktuell hielten sich die Folgen des Zollstreits in Grenzen, erläuterte Habben Jansen. Sollte der Konflikt jedoch eskalieren, könnte sich das 2019 und in den Jahren danach ändern. Deshalb sei es entscheidend, möglichst schnell auf ein verändertes Umfeld reagieren zu können. Hapag-Lloyd treibt daher die Digitalisierung voran und forciert die Einführung seiner neuen Strategie, durch die das Unternehmen flexibler werden will. Zudem will sich Hapag-Lloyd von unrentablen Strecken zurückziehen. "Wir reduzieren an der ein oder anderen Stelle Kapazitäten, wo wir zu viel Geld verlieren." Um die Kosten weiter zu senken, will der Konzern die Verträge mit den Terminalbetreibern in den Häfen neu verhandeln, die insgesamt mehrere Milliarden Dollar ausmachen.

Die Fusion mit dem arabischen Rivalen UASC sorgte in den ersten sechs Monaten dafür, dass die Menge der transportierten Container um fast 40 Prozent auf 5,8 Millionen Einheiten anschwoll. Weil die Frachtraten aber sanken, fiel das Umsatzplus mit 20 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro deutlich niedriger aus. Hapag-Lloyd hatte die United Arab Shipping Company im Mai 2017 übernommen. Auf vergleichbarer Basis erhöhte sich die Transportmenge nur um knapp vier Prozent. Das operative Ergebnis (Ebit) sank leicht auf 88,7 (Vorjahr 90,7) Mio. Euro.

Durch die Fusion war Hapag-Lloyd zur weltweit fünftgrößten Containerlinie aufgestiegen. Auch andere Schifffahrtsunternehmen haben in den vergangenen Jahren Konkurrenten übernommen oder sich zusammengeschlossen. So schluckte Marktführer Maersk die Reederei Hamburg Süd. Der Konkurrenzkampf blieb jedoch groß, auch wenn Dumpingpreise seltener geworden sind, mit denen Reedereien einst ihre Überkapazitäten zu füllen versuchten. Inzwischen sind Angebot und Nachfrage wieder einigermaßen im Gleichgewicht.

Das größte Problem der Schifffahrt bleiben die steigenden Treibstoffpreise. Die Reedereien können ihre Frachter zwar noch langsamer fahren lassen. Doch sinken die Kosten dadurch nur begrenzt. Deshalb müssen die gestiegenen Kosten auf die Frachtpreise umgelegt werden. Die Frage in den nächsten Monaten wird sein, wer sich in dem harten Wettbewerb damit durchsetzt.

Seine erst im Juni gesenkten Gewinnziele für das laufende Jahr bekräftigte Hapag-Lloyd. Demnach erwartet das Management ein Ebit zwischen 200 und 450 Mio. Euro, nach 410 Mio. 2017. Davor hatte die Reederei deutlich steigende Gewinne in Aussicht gestellt.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren