Hapag-Lloyd plant Fusion mit arabischer UASC - Bericht

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd will sich einem Medienbericht zufolge mit dem arabischen Konkurrenten United Arab Shipping Company (UASC) zusammenschließen. Die Verhandlungen stünden kurz vor einem Abschluss, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag im Voraus aus seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Die beiden Reedereien wollten so besser durch die andauernde Schifffahrtskrise kommen. Die Hamburger könnten durch die Fusion mit der weltweiten Nummer zehn der Branche von derzeit Platz 6 unter die ersten Vier vorrücken.

Ein Sprecher von Hapag-Lloyd sagte: "Es wird heute dazu noch eine Stellungnahme geben." Konkreter wurde er nicht. UASC ist eine staatliche Firma, die von den arabischen Golfstaaten kontrolliert wird. Die Reederei kann dem Bericht zufolge mit einem Anteil von rund einem Drittel an der fusionierten Gesellschaft rechnen. Die Aktien von Hapag-Lloyd stiegen in Reaktion auf den Bericht im SDax zeitweise um fast zwölf Prozent.

Die Reedereien stecken in einer Bredouille. Sie liefern sich seit Jahren einen Wettlauf um immer größere Schiffe, um bei sinkenden Frachtraten noch profitabel zu sein. Zuletzt gelang dies jedoch immer weniger, weil die Nachfrage nachließ. Hapag-Lloyd selbst schaffte es, durch die Übernahme der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV, an Größe zu gewinnen und den Teufelskreis zu durchbrechen. Die Hamburger kämpften sich aus den Verlusten heraus und stellten den Aktionären für das laufende Jahr erstmals seit langem eine Dividende in Aussicht.

Dennoch forderte erst Ende März Hapag-Lloyd-Großaktionär Klaus-Michael Kühne weitere Zukäufe. Auch nach der CSAV-Übernahme sei Hapag-Lloyd immer noch zu klein, um mit den großen Konkurrenten mithalten zu können. Zudem zerbreche derzeit die Allianz rund um den Konzern, da einige der Partner durch Fusionen das Bündnis verlassen würden.

Die Reedereien sind zu Allianzen zusammengeschlossen, um durch die gemeinsame Nutzung von Schiffsraum auf bestimmten Routen die Kosten zu drücken. Hapag-Lloyd gehört der G6-Allianz an. Konzernchef Rolf Habben Jansen hatte nicht ausgeschlossen, dass es in diesem Bündnis Veränderungen geben werde, nannte aber keine Details. Die Gespräche darüber liefen, sagte er. Die beiden größten Containerlinien Maersk und Mediterranean Shipping Company (MSC) arbeiten in einer eigenen Allianz zusammen.

Der Kampf um Größe geht unterdessen weiter. Die aus Frankreich stammende CMA will die in Singapur ansässige Neptune Orien Lines übernehmen und so ihre Position als Nummer drei der Welt festigen. Die beiden Großreedereien China Ocean Shipping und China Shipping haben sich zur neuen Nummer vier zusammengeschlossen.

Wien/Klagenfurt (APA) - Der Bund dürfte bei der Heta, der Abbaugesellschaft der Kärntner Hypo Alpe Adria, seine gesamten Vorfinanzierungen von über 9 Mrd. Euro zurückbekommen. "Es gibt Indikatoren, dass der Bund das, was er im Rahmen der Abwicklung in die Hand genommen hat, zum größten Teil und vielleicht auch alles zurückkriegen wird", sagte Heta-Finanzvorstand Arnold Schiefer am Freitag beim Pressegespräch in Wien.
 

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Heta - Bund dürfte gesamte Vorfinanzierungen zurückbekommen

Berlin (APA/dpa) - Thomas Winkelmann bleibt doch noch länger Air-Berlin-Chef. Insolvenzverwalter und Gläubigervertreter haben beschlossen, den 58-Jährigen auf unabsehbare Zeit weiter zu beschäftigen, wie das "Manager Magazin" berichtete. Winkelmann werde die Insolvenzverwaltung unterstützen, bestätigte ein Sprecher von Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Freitag.
 

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Air-Berlin-Chef Winkelmann bleibt vorerst im Amt

London (APA/Reuters) - Der Streit über die künftige Grenze zwischen Irland und Nordirland bremst die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens. Die Regierung in London erklärte am Freitag, man werde Nordirlands Platz im britischen Binnenmarkt verteidigen.
 

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Brexit-Verhandlungen hängen wegen irischer Grenze fest