Hannover Rück beglückt nach Rekordgewinn die Aktionäre

Hannover - Nach der Münchener Rück zieht auch die Hannover Rück die Spendierhosen an. Die Anleger der weltweiten Nummer drei bei den Rückversicherern sollen nach einem Milliardengewinn im abgelaufenen Jahr eine Dividende von 4,75 (Vorjahr: 4,25) Euro je Aktie erhalten, davon 1,50 Euro als Sonderausschüttung.

Vorstandschef Ulrich Wallin würde das Geld zwar lieber in weiteres Wachstum stecken, wie er am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Hannover sagte. Aber die großen Rückversicherer tun sich angesichts vieler neuer Anbieter auf dem Markt schwer, ihr Kapital im Kerngeschäft lukrativ zu investieren. Also halten sie sich bei Vertragserneuerungen mit den Kunden zurück und reichen das Geld lieber an die Aktionäre weiter. Das könnte sich im laufenden Geschäftsjahr wiederholen, wie Wallin signalisierte.

"Angesichts des anhaltenden Wettbewerbs in der Schaden- und Personen-Rückversicherung steht für uns im Vordergrund, ein Ergebnis zu erreichen, das unseren finanziellen Zielen entspricht", betonte er. "Demgegenüber tritt die Entwicklung des Prämienvolumens in den Hintergrund." Erst im Februar hatte er beklagt, die jüngsten Vertragsverhandlungen seien zäh verlaufen.

2015 hinterließ der Preiskampf allerdings noch keine Spuren in der Bilanz der Hannover Rück: Der Überschuss kletterte um 17 Prozent auf eine neue Rekordmarke von 1,15 Mrd. Euro und übertraf damit nicht nur die eigenen, sondern auch die Analystenerwartungen. Aber für dieses Jahr plant die Talanx-Tochter vorerst weiterhin einen Gewinnrückgang auf 950 Mio. Euro ein.

An der Börse konnte das die Stimmung nicht trüben: Mit einem Plus von mehr als vier Prozent war die Aktie Spitzenreiter im Nebenwerteindex MDax.

Analysten verwiesen vor allem darauf, dass die Investments des Konzerns trotz des Niedrigzinsumfeldes gut liefen. Hintergrund ist, dass Hannover Rück stärker in renditeträchtigere Anlagen wie Immobilien und Private Equity geht, die allerdings auch ein höheres Risiko bergen. Die Kapitalanlageerträge legten um 17 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro zu, die Kapitalanlagerendite lag mit 3,5 Prozent deutlich über dem Zielwert von drei Prozent. Im Kerngeschäft Schaden-Rückversicherung profitierten die Niedersachsen davon, dass es im vergangenen Jahr vergleichsweise wenige Großschäden gegeben hat. Größter Einzelschaden für die Versicherungsindustrie war das Explosionsunglück im Hafen der chinesischen Stadt Tianjin, das die Hannover Rück mit 111 Mio. Euro belastete.

Brüssel (APA) - Bei der Finanztransaktionssteuer gibt es am Rande von Eurogruppe und EU-Finanzministerrat nächste Woche kein Treffen der zehn für eine solche Steuer willigen Länder. Auch die Frage der Vorsitzführung - bisher war der frühere österreichische Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) an der Spitze der zehn EU- und Eurostaaten - wird erst bei der nächsten Runde entschieden, hieß es in EU-Ratskreisen.
 

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Finanztransaktionssteuer: Kein Treffen der 10er Gruppe nächste Woche

Washington (APA/Reuters) - Der Wohnbau in den USA hat zum Jahresende einen überraschenden Dämpfer erhalten. Im Dezember sank die Zahl der begonnenen Neubauten um 8,2 Prozent auf eine Jahresrate von 1,19 Millionen und damit so stark wie seit gut einem Jahr nicht mehr, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit gut 1,27 Millionen gerechnet.
 

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US-Wohnungsbau auf 10-Jahres-Hoch - Dämpfer zum Jahresende

Brüssel (APA) - Die Hauspreise in Österreich sind im dritten Quartal des Vorjahres gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 4,9 Prozent gestiegen. Wie aus Daten von Eurostat vom Mittwoch hervorgeht, erhöhten sich die Hauspreise, gemessen am Hauspreisindex (HPI), in der EU in diesem Zeitraum um 4,6 Prozent. Die Eurozone kam auf ein Plus von 4,1 Prozent.
 

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Hauspreise stiegen im 3. Quartal 2017 in Österreich um 4,9 Prozent