Handy-Herstellung bleibt ökologisch und ethisch ein Problem

Bern (APA/sda) - Die Herstellung von Computern und Smartphones bleibt problematisch. Bei der Herstellung werden Arbeitsrechte missachtet, die Umwelt belastet oder gar Kriege finanziert. Zu diesem Schluss kommen die Schweizer Hilfsorganisationen "Brot für alle" und "Fastenopfer" in ihrem Ethik-Rating von zehn großen IT-Marken.

Die gute Nachricht: In den letzten Jahren wurden Fortschritte gemacht. Vor allem dem Bereich Umwelt wird gemäß einer Aussendung der beiden Hilfswerke mehr Beachtung geschenkt. Bei den Arbeitsbedingungen in Fernost liege weiterhin vieles im Argen.

Bei einer Pressekonferenz in Bern stellen sie am Dienstag die erste Rangliste nach ethischen und ökologischen Kriterien vor. "Das Rating der großen Elektronikhersteller gibt den Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz eine wichtige Orientierungshilfe", schreiben die Hilfswerke. Auch öffentliche Beschaffer sollten beim Einkauf möglichst fair hergestellte Geräte wählen.

"Auf gutem Weg" sehen die Hilfswerke in ihrem Rating HP und Nokia, "mittelmäßig" Apple und Dell. "Ungenügend "fällt das Verdikt des Ratings für Acer, Lenovo, Samsung, Sony aus, "inakzeptabel" gar für Asus und HTC. "Fastenopfer"und "Brot für alle" verlangen von den IT-Konzernen, dass sie ihre Verantwortung entlang der ganzen Lieferketten wahrnehmen.

Als Problemfelder sehen die Hilfswerke den Abbau von Mineralien wie etwa Coltan im Konfliktland Kongo-Kinshasa. Auch die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse in den Elektronikfirmen in Fernost, wo die Geräte hergestellt werden, werden angeprangert.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

Newsticker

Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

Newsticker

Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

Newsticker

Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne