Handy-Herstellung bleibt ökologisch und ethisch ein Problem

Bern (APA/sda) - Die Herstellung von Computern und Smartphones bleibt problematisch. Bei der Herstellung werden Arbeitsrechte missachtet, die Umwelt belastet oder gar Kriege finanziert. Zu diesem Schluss kommen die Schweizer Hilfsorganisationen "Brot für alle" und "Fastenopfer" in ihrem Ethik-Rating von zehn großen IT-Marken.

Die gute Nachricht: In den letzten Jahren wurden Fortschritte gemacht. Vor allem dem Bereich Umwelt wird gemäß einer Aussendung der beiden Hilfswerke mehr Beachtung geschenkt. Bei den Arbeitsbedingungen in Fernost liege weiterhin vieles im Argen.

Bei einer Pressekonferenz in Bern stellen sie am Dienstag die erste Rangliste nach ethischen und ökologischen Kriterien vor. "Das Rating der großen Elektronikhersteller gibt den Konsumentinnen und Konsumenten in der Schweiz eine wichtige Orientierungshilfe", schreiben die Hilfswerke. Auch öffentliche Beschaffer sollten beim Einkauf möglichst fair hergestellte Geräte wählen.

"Auf gutem Weg" sehen die Hilfswerke in ihrem Rating HP und Nokia, "mittelmäßig" Apple und Dell. "Ungenügend "fällt das Verdikt des Ratings für Acer, Lenovo, Samsung, Sony aus, "inakzeptabel" gar für Asus und HTC. "Fastenopfer"und "Brot für alle" verlangen von den IT-Konzernen, dass sie ihre Verantwortung entlang der ganzen Lieferketten wahrnehmen.

Als Problemfelder sehen die Hilfswerke den Abbau von Mineralien wie etwa Coltan im Konfliktland Kongo-Kinshasa. Auch die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse in den Elektronikfirmen in Fernost, wo die Geräte hergestellt werden, werden angeprangert.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"