Handelsverband: Geoblocking-Verbot schadet Mittelstand

Brüssel (APA) - Das Verbot, im Online-Handel Produkte nur für gewisse Länder innerhalb der EU anzubieten, schadet mittelständischen Unternehmen. Während Kunden sich über den Wegfall des sogenannten Geoblockings freuen dürften, kritisiert der Handelsverband die EU-Verordnung scharf. Vor allem die Dominanz globaler Online-Player würde befeuert, bemängelt der Handelsverband in einer Aussendung am Dienstag.

Ziel der heute von der EU-Kommission verkündeten Geoblocking-Verordnung ist es, dass Konsumenten in jedem Online-Shop in Europa ohne Einschränkungen Waren bestellen können. "In der vorliegenden Form ist sie eine reine Superstar-Regulierung, welche mit ihren überbordenden Regulierungen insbesondere KMU in ihrer Geschäftstätigkeit gefährdet. Letztere bilden 99 Prozent der europäischen Einzelhändler, von denen jedoch nur 8 Prozent Cross-Border-eCommerce betreiben", so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Will kritisiert zudem die extrem kurze Vorbereitungszeit von 9 Monaten bis zur Anwendung der Verordnung.

Die neue Regelung lässt die administrativen Kosten steigen. Durch die in den 27 EU-Staaten unterschiedlichen Gesetzte entstehen Rechtsunsicherheiten, die für mittelständische Unternehmen kaum zu stemmen sind, so der Handelsverband. Er befürchtet daher einen Rückzug der KMU. Weniger Anbieter und Angebote für den Konsumenten wären die Folge.

Der Handelsverband hatte sich bis zuletzt für eine Entschärfung der Verordnung ausgesprochen. Österreich war das einzige Land in der EU, das sich mit einem Veto gegen die Verordnung stellte.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen