Handelsstreit - Auswirkung auf Boeing hängt am Flugzeug-Gewicht

Chicago (APA/Reuters) - China hat in seine Liste für einen 25-prozentigen Strafzoll auf US-Produkte auch Flugzeuge aufgenommen. Wie sehr sich das auf Boeing auswirken wird, hängt davon ab, wie das Leergewicht einzelner Modelle berechnet wird. Denn China will Flugzeuge mit einem Gewicht zwischen 15 und 45 Tonnen mit der Zusatzabgabe belegen. Für das Leergewicht gibt es aber unterschiedliche Maßstäbe.

Vor allem der moderne Bestseller von Boeing, das Modell 737 MAX 8 liegt da hart an der Grenze. Es hat nach offiziellen Dokumenten von Boeing ein "operatives Leergewicht" von 45,07 Tonnen. Das umfasst das Gewicht des betriebsbereiten Flugzeugs inklusive Crew und einen Teil der Ausstattung, aber keinen Treibstoff. Um ein bis 1,5 Tonnen leichter ist das Leergewicht beim Hersteller, nur mit der Grundstruktur - nach diesem Maßstab dürfte das Modell von den Zöllen erfasst sein. Aber auch das operative Leergewicht kann geringer ausfallen je nach Ausstattung - Bei Billigairlines kommen da rasch 70 kg Gewichtsreduktion zustande.

Die chinesischen Behörden haben noch nicht bekanntgegeben, was sie genau unter Leergewicht verstehen. Davon wird der Effekt auf die China-Exporte von Boeing abhängen. Die USA haben 2016 Flugzeuge im Wert von 15 Mrd. Dollar (12 Mrd. Euro) nach China exportiert.

Die älteren Boeing-Modelle 737-700, 737-800 and 737-900 dürften mit 37,6 bis 42,9 Tonnen hingegen klar innerhalb der von den Zöllen erfassten Gewichtslimits liegen. Der Großteil der derzeit offenen Bestellungen aus China für Maschinen der 737er Reihe entfällt aber auf die MAX-Version.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne