Handelsdelegierter: Austro-Firmen profitieren vom US-Wirtschaftsmotor

Wien/Washington (APA) - "Österreichische Unternehmen werden vom Hochschalten des amerikanischen Wirtschaftsmotors weiter profitieren", sagt der Wirtschaftsdelegierte in Los Angeles, Rudolf Thaler, voraus. Die US-Konjunktur ziehe gegen Ende 2017 stärker an als in den acht Jahren nach der Rezession und sorge für die längste wirtschaftliche Erholungsphase.

Österreichs Exporteure hätten die USA durch Investitionen und Innovationen zum zweitwichtigsten Auslandsmarkt gemacht. Heuer sind die heimischen Ausfuhren in die USA (von Jänner bis September) um knapp 9 Prozent auf 7,07 Mrd. Euro gestiegen, die Importe aus den USA um ganze 16 Prozent auf 4,6 Mrd. Euro.

Das US-Bruttoinlandsprodukt legte im dritten Quartal um 3,3 Prozent zu. "2018 soll die US-Wirtschaft von einem bisherigen Zwei-Prozent- auf einen Drei-Prozent-Wachstumspfad einschwenken", so Thaler am Dienstag in einer Aussendung. 2019 soll sich das Wirtschaftswachstum jedoch unter anderem mangels verfügbarer Arbeitskräfte wieder auf zwei Prozent abschwächen, und das Budgetdefizit soll ab übernächstem Jahr wieder steigen.

Ein Unsicherheitsfaktor für österreichische Autozulieferer sind die Verhandlungen über die nordamerikanische Freihandelszone (NAFTA) - US-Präsident Donald Trump hat ja wiederholt gedroht, den Pakt aufzulösen. "Bei einem Scheitern würden beispielsweise Lieferketten im Automotive-Sektor empfindlich gestört", warnt Thaler.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden