"Handelsblatt": Müller darf Vorstandsvertrag trotz Ablöse behalten

Wolfsburg (APA/dpa) - Auch nach dem Umbau bei Volkswagen und im Falle seines Abgangs als VW-Chef wird Matthias Müller voraussichtlich weiter in den Diensten des Autobauers stehen. Auf der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag solle zwar beschlossen werden, dass er seinen Posten räumt, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise. Seinen Vorstandsvertrag werde er aber behalten. Dieser laufe bis Februar 2020.

"Eine Vertragsaufhebung würde keinen Sinn machen, da die Abfindung genauso hoch sein würde wie der laufende Vertrag", sagte eine involvierte Person dem Blatt. Im vergangenen Jahr hatte Müller mehr als 10,1 Mio. Euro eingestrichen.

Der Aufsichtsrat von Volkswagen will den größten Autokonzern der Welt neu aufstellen. Dabei dürfte der bisherige VW-Markenchef Herbert Diess zum Nachfolger des amtierenden Vorstandsvorsitzenden Müller bestimmt werden. Die einzelnen Marken will der Aufsichtsrat dem Vernehmen nach in mehrere Gruppen aufteilen. So soll die Arbeit in dem riesigen Konzern effizienter werden. Zudem soll Gunnar Kilian, bisher Generalsekretär im Betriebsrat, Personalvorstand werden und auf Karlheinz Blessing folgen.

Die Beratungen haben am Nachmittag begonnen. Das Präsidium des Kontrollgremiums, das aus sechs Mitgliedern besteht, traf sich laut einem Insider um 14.00 Uhr. Die Sitzung des gesamten Aufsichtsrats war dann für 16.00 Uhr angesetzt und könnte bis in die Nacht dauern.

Zürich (APA/awp/sda/Reuters) - Zwei geplante Gesetzesänderungen könnten nach Ansicht der Ratingagentur Moody's den Schweizer Immobilienmarkt umkrempeln. "Der durch die Initiativen ausgelöste fundamentale Wandel würde inländische Banken an einem kritischen Punkt im Konjunkturzyklus treffen", erklärte Moody's-Experte Mathias Külpmann gemäß dem am Montag veröffentlichten Bericht "Banking Switzerland".
 

Newsticker

Moody's warnt vor schwierigen Zeiten für Schweizer Banken

Brüssel (APA) - Ernüchterung herrscht unter den 27 EU-Staaten über den Stillstand bei den Brexit-Verhandlungen. Große Hoffnungen waren zunächst in ein Treffen Sonntagabend zwischen dem britischen Brexitminister Dominique Raab und EU-Chefverhandler Michel Barnier gesetzt worden. Doch gab es keine Fortschritte. Die EU-Botschafter wurden danach in Brüssel über die Situation informiert.
 

Newsticker

Brexit - Ernüchterung bei EU-27 nach Treffen Barnier-Raab

Berlin (APA/Reuters) - Die Probleme der Autobranche mit dem neuen Abgastest WLTP werden nach Prognosen des deutschen Wirtschaftsministeriums die Konjunktur in Deutschland vorübergehend belasten. "Der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung wird dadurch im dritten Quartal etwas gedämpft", heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.
 

Newsticker

Probleme in Autoindustrie dämpfen deutsche Konjunktur