"Handelsblatt": Müller darf Vorstandsvertrag trotz Ablöse behalten

Wolfsburg (APA/dpa) - Auch nach dem Umbau bei Volkswagen und im Falle seines Abgangs als VW-Chef wird Matthias Müller voraussichtlich weiter in den Diensten des Autobauers stehen. Auf der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag solle zwar beschlossen werden, dass er seinen Posten räumt, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise. Seinen Vorstandsvertrag werde er aber behalten. Dieser laufe bis Februar 2020.

"Eine Vertragsaufhebung würde keinen Sinn machen, da die Abfindung genauso hoch sein würde wie der laufende Vertrag", sagte eine involvierte Person dem Blatt. Im vergangenen Jahr hatte Müller mehr als 10,1 Mio. Euro eingestrichen.

Der Aufsichtsrat von Volkswagen will den größten Autokonzern der Welt neu aufstellen. Dabei dürfte der bisherige VW-Markenchef Herbert Diess zum Nachfolger des amtierenden Vorstandsvorsitzenden Müller bestimmt werden. Die einzelnen Marken will der Aufsichtsrat dem Vernehmen nach in mehrere Gruppen aufteilen. So soll die Arbeit in dem riesigen Konzern effizienter werden. Zudem soll Gunnar Kilian, bisher Generalsekretär im Betriebsrat, Personalvorstand werden und auf Karlheinz Blessing folgen.

Die Beratungen haben am Nachmittag begonnen. Das Präsidium des Kontrollgremiums, das aus sechs Mitgliedern besteht, traf sich laut einem Insider um 14.00 Uhr. Die Sitzung des gesamten Aufsichtsrats war dann für 16.00 Uhr angesetzt und könnte bis in die Nacht dauern.

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht