Handelsbilanzdefizit - Mitterlehner: Vierter Exportrekord in Folge

Wien - Mit einem Ausfuhrvolumen von knapp 128 Mrd. Euro habe Österreichs Exportwirtschaft 2014 den vierten Rekord in Folge erzielt, betonte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in Bezug auf die heute veröffentlichten Außenhandelsergebnisse. Auch heuer dürften die Lieferungen ins Ausland um 1,5 Prozent weiter zulegen, verwies der Minister auf eine Prognose des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo).

"Angesichts der vielen geopolitischen Unsicherheiten und der eingetrübten Konjunktur ist diese Exportbilanz ein positives Signal, das auch die wirtschaftliche Stimmung verbessern sollte. Weiteren Rückenwind liefert der schwächere Euro", meinte Mitterlehner. Die Exportwirtschaft sei auch in schwierigen Zeiten eine wichtige Konjunkturstütze und sichere Wachstum und Arbeitsplätze.

Neben der EU, in die fast 70 Prozent der heimischen Lieferungen gehen, gewinnen Drittstaaten zunehmend an Bedeutung. 2014 lieferte Österreich Waren im Wert von 39,90 Mrd. Euro in Nicht-EU-Länder - ein überdurchschnittliches Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Im Außenhandel mit den Drittländern wurde ein Überschuss von 2,65 Mrd. Euro erzielt. Denn die Importe aus diesen Staaten entwickelten sich um 0,8 Prozent auf 37,25 Mrd. Euro leicht rückläufig.

"Aufgrund des schwächeren Wachstums in Europa müssen wir die Diversifikation weiter forcieren", mahnte Mitterlehner. Die heimischen Exporteure müssten mit neuen Produkten und Dienstleistungen dorthin gehen, wo das stärkste Wachstum sei. Gleichzeitig dürften dabei aber die traditionellen Märkte nicht vernachlässigt werden. Seit 2009 habe sich der Anteil der Exporte in Drittstaaten bereits von 27,4 auf 31,2 Prozent vergrößert. Vor allem die Lieferungen nach Nordamerika legten zuletzt überdurchschnittlich zu - mit einem Plus von jeweils mehr als 10 Prozent in Richtung USA und Kanada.

Dynamisch entwickelten sich auch die Ausfuhren nach China - mit einem Plus von 7,8 Prozent auf 3,38 Mrd. Euro. Damit verdrängte das Land im abgelaufenen Jahr Russland vom Platz 10 der wichtigsten österreichischen Exportzielländer. Aus China importierte Österreich 2014 Waren im Wert von 7,24 Mrd. Euro (plus 6,6 Prozent).

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht