Handelsbilanzdefizit 2017 massiv ausgeweitet

Wien (APA) - Die internationalen Handelsaktivitäten Österreichs haben sich intensiviert: Die Exporte legten zwischen Jänner und November 2017 im Jahresabstand um 8,6 Prozent auf 131,08 Mrd. Euro zu, die Importe stiegen aber noch etwas stärker um 9 Prozent auf 135,81 Mrd. Euro. Somit weitete sich das Defizit von knapp 3,9 auf gut 4,7 Mrd. Euro massiv aus, geht aus vorläufigen Daten der Statistik Austria hervor.

Beim Warenaustausch mit anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union erhöhte sich das Volumen der Ausfuhren mit einem Plus von 9 Prozent auf 91,7 Mrd. Euro allerdings kräftiger als jenes der Einfuhren mit einem Zuwachs von 8,1 Prozent auf 96,4 Mrd. Euro. Der Fehlbetrag in der Handelsbilanz mit den EU-Ländern konnte dadurch im Berichtszeitraum von fast 5 auf 4,7 Mrd. Euro gesenkt werden.

Im Außenhandel mit Drittstaaten verschlechterte sich das Ergebnis der Handelsbilanz allerdings - es drehte von einem Überschuss von 1,1 Mrd. Euro zwischen Jänner und November 2016 auf einen geringfügigen Fehlbetrag von 67 Mio. Euro im Elfmonatszeitraum 2017. Die Exporte nahmen zwar um 7,8 Prozent auf gerundet 39,4 Mrd. Euro zu, doch die Importe schnellten um 11,4 Prozent auf fast etwa 39,5 Mrd. Euro in die Höhe. Etwa 30 Prozent des Außenhandels wickelt Österreich mit Nicht-EU-Ländern ab.

Gegen Ende des Jahres entspannte sich die Lage im Außenhandel - die heimischen Ausfuhren wuchsen im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 10,6 Prozent auf rund 13,12 Mrd. Euro wesentlich deutlicher als die Einfuhren, die sich um nur 7 Prozent auf etwa 13,11 Mrd. Euro erhöhten. Es gab in dem Monat einen marginalen Handelsbilanzüberschuss von etwa 12 Mio. Euro, wie die Statistik Austria heute, Dienstag, bekanntgab.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker