Haftbefehl gegen Südkoreas Ex-Präsidenten Lee erlassen

Seoul (APA/AFP) - Ein südkoreanisches Gericht hat am Donnerstag wegen Korruptionsvorwürfen einen Haftbefehl gegen den ehemaligen Präsidenten Lee Myung-bak ausgestellt. Die Staatsanwaltschaft befürchtete, dass Lee Beweismittel vernichten könnte, wenn er weiter auf freiem Fuß bleibe, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag.

Dem 76-jährigen Lee droht demnach eine Gefängnisstrafe von bis zu 45 Jahren, sollten sich alle Anschuldigungen gegen ihn als wahr erweisen.

Bei den Ermittlungen geht es unter anderem um den Vorwurf, die südkoreanische Samsung-Gruppe habe sich 2009 eine Begnadigung für Konzernchef Lee Kun-hee erkauft, der wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Lee hat die meisten Anschuldigungen zurückgewiesen und bezeichnet die Untersuchungen als "politische Rache" seiner Rivalen.

Südkoreanische Präsidenten haben nach dem Ende ihrer Amtszeit häufig mit der Justiz zu tun. Alle noch lebenden südkoreanischen Ex-Präsidenten sind entweder verurteilt, angeklagt oder anderweitig in strafrechtliche Ermittlungen verwickelt. Lees Nachfolgerin Park Geun-hye war im vergangenen Jahr wegen eines Korruptionsskandals des Amtes enthoben worden. In dem Prozess soll im April das Urteil gefällt werden, die Anklage fordert 30 Jahre Haft.

Lees Vorgänger Roh Mo-hyun hatte sich nach einer Befragung zu Korruptionsvorwürfen 2009 das Leben genommen. Zwei weitere ehemalige konservative Präsidenten, Chun Doo-hwan und Roh Tae-woo, waren wegen Korruption und Subversion ins Gefängnis gekommen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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