Haftbefehl gegen Südkoreas Ex-Präsidenten Lee erlassen

Seoul (APA/AFP) - Ein südkoreanisches Gericht hat am Donnerstag wegen Korruptionsvorwürfen einen Haftbefehl gegen den ehemaligen Präsidenten Lee Myung-bak ausgestellt. Die Staatsanwaltschaft befürchtete, dass Lee Beweismittel vernichten könnte, wenn er weiter auf freiem Fuß bleibe, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am Donnerstag.

Dem 76-jährigen Lee droht demnach eine Gefängnisstrafe von bis zu 45 Jahren, sollten sich alle Anschuldigungen gegen ihn als wahr erweisen.

Bei den Ermittlungen geht es unter anderem um den Vorwurf, die südkoreanische Samsung-Gruppe habe sich 2009 eine Begnadigung für Konzernchef Lee Kun-hee erkauft, der wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war. Lee hat die meisten Anschuldigungen zurückgewiesen und bezeichnet die Untersuchungen als "politische Rache" seiner Rivalen.

Südkoreanische Präsidenten haben nach dem Ende ihrer Amtszeit häufig mit der Justiz zu tun. Alle noch lebenden südkoreanischen Ex-Präsidenten sind entweder verurteilt, angeklagt oder anderweitig in strafrechtliche Ermittlungen verwickelt. Lees Nachfolgerin Park Geun-hye war im vergangenen Jahr wegen eines Korruptionsskandals des Amtes enthoben worden. In dem Prozess soll im April das Urteil gefällt werden, die Anklage fordert 30 Jahre Haft.

Lees Vorgänger Roh Mo-hyun hatte sich nach einer Befragung zu Korruptionsvorwürfen 2009 das Leben genommen. Zwei weitere ehemalige konservative Präsidenten, Chun Doo-hwan und Roh Tae-woo, waren wegen Korruption und Subversion ins Gefängnis gekommen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker