Hälfte der arbeitslosen Jugendlichen in EU würde für Job umziehen

Brüssel (APA) - Die Hälfte der arbeitslosen Jugendlichen in der EU würde für einen Job ihren Wohnort wechseln. In Österreich liegt die Bereitschaft unter dem EU-Schnitt, 56 Prozent würden nicht umziehen. Die geringste Bereitschaft weisen die Maltesen (73 Prozent) vor den Niederländern (69 Prozent) auf. Auf der anderen Seite lehnen nur 29 Prozent der jungen Portugiesen eine Wohnsitzänderung ab.

Von den 50 Prozent der Jugendlichen ohne Job in der EU, die sehr wohl ihren Wohnort für einen neuen Job wechseln wollen, sind 21 bereit, dies im eigenen Land zu tun. 12 Prozent wollen in ein anderes EU-Land ziehen, und 17 Prozent sind sogar bereit, außerhalb der EU zu arbeiten. In Österreich können sich 14 Prozent einen Umzug im eigenen Land vorstellen, 19 Prozent in ein anderes EU-Land und elf Prozent würden außerhalb der EU einen Job annehmen.

Bei den Erwerbstätigen im Alter von 20 bis 34 Jahren sind 90 Prozent in der EU von ihrem derzeitigen Jobort nicht umgezogen. Acht Prozent wechselten den Arbeitsplatz innerhalb ihres eigenen Landes und nur ein Prozent zog in einen anderen EU-Staat. In Österreich blieben 91 Prozent der Erwerbstätigen an ihrem Wohnort, fünf Prozent wechselten innerhalb des Landes und drei Prozent zogen in ein anderes EU-Land.

Düsseldorf/Göteborg (APA/Reuters) - Der Autobauer Volvo Cars, der nach einem Gewinnsprung im Quartal weiter auf Rekordkurs ist, will durch Produktionsverlagerung US-Zölle auf Importe aus China umgehen. Der SUV XC60 für den US-Markt werde künftig in Europa und nicht mehr in China gefertigt, sagte Firmenchef Hakan Samuelsson am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagerung habe bereits begonnen.
 

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Autobauer Volvo verlagert wegen US-Zöllen SUV-Produktion nach Europa

Brüssel (APA) - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat im Rahmen einer Veranstaltung über den Marshall-Plan die Bedeutung der Zusammenarbeit im Handel mit den USA beschworen. "Wir stehen heute an einer Wegkreuzung für den offenen globalen Handel." Sie hoffe, die USA werden mit der EU das Vertrauen in das multilaterale Handelssystem wieder aufbauen.
 

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Strafzölle - Malmström beschwört Zusammenarbeit im Handel

Berlin (APA/Reuters) - Das Münchner Ifo-Institut kritisiert die neuen EU-Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte als kontraproduktiv. "Sie richten mehr Schaden an als Nutzen", erklärte Ifo-Außenwirtschaftschef Gabriel Felbermayr am Donnerstag. "Die Schutzzölle sind keineswegs Ausdruck ökonomischer Vernunft, sondern der Lobbystärke der Stahlbranche."
 

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Ifo-Institut kritisiert EU-Schutzzölle - "Mehr Schaden als Nutzen"