Gute Konjunktur beflügelt Steuereinnahmen in Deutschland

Die gute Konjunktur in Deutschland spült Bund und Ländern mehr Geld in die Kassen. Wie das Finanzministerium am Donnerstag in Berlin mitteilte, stiegen die Steuereinnahmen im März auf gut 62 Milliarden Euro - ein Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

"Damit entwickeln sich die Steuereinnahmen - insbesondere die gewinnabhängigen Steuern und die Steuern vom Umsatz - im Einklang mit der stabilen gesamtwirtschaftlichen Aufwärtsbewegung", heißt es im Monatsbericht des Ministeriums.

Der kräftige Anstieg war den Angaben zufolge insbesondere durch die veranlagte Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer sowie die nicht veranlagten Steuern vom Ertrag getragen. Aber auch die Lohnsteuer und die Umsatzsteuern hätten Zuwächse verzeichnet. Erneut deutliche Rückgänge zeigten sich demnach bei der Abgeltungsteuer auf Zins- und Veräußerungsgewinne. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg das Steueraufkommen um insgesamt 5,4 Prozent gegenüber dem erste Quartal 2015.

Die deutsche Wirtschaft soll nach Einschätzung der deutschen Regierung in diesem Jahr um voraussichtlich 1,7 Prozent wachsen. Für 2017 wird mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent gerechnet, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Frühjahrsprojektion hervorgeht. Vor allem die Kauflaune der Konsumenten und der Bauboom halten die deutsche Wirtschaft auf Wachstumskurs. Das Finanzministerium erklärte, dass die starke Binnenwirtschaft und der robuste private Konsum die Steuereinnahmen "temporär etwas von den außenwirtschaftlichen Risiken entkoppeln".

Wien/Linz (APA) - Der 50. Verhandlungstag im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere verlief heute äußerst zäh. Nachdem Richterin Marion Hohenecker die Befragung von Grasser abgeschlossen hatte, war die Anklagebehörde am Wort - im wahrsten Sinne des Wortes, denn der Ex-Minister machte von seinem Recht auf Entschlagung Gebrauch und beantwortete so gut wie keine Frage.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - 50. Tag im Zeichen des Schweigens

Düsseldorf (APA/Reuters) - Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky baut seinen Anteil am Handelsriesen Metro aus. Er ließ am Donnerstag aber offen, ob er damit auf ein Übernahmeangebot für den Düsseldorfer Konzern zusteuert. Dies hänge auch daran, wie sich die Beziehungen zur Metro-Spitze gestalteten und ob er und sein Investment-Partner Patrik Tkac die "zukünftige Entwicklung zielgerichtet unterstützen können".
 

Newsticker

Milliardär Kretinsky hält nach Metro-Aktienkauf Karten bedeckt

Dublin/Brüssel (APA/dpa) - Die Anteilseigner von Europas größtem Billigflieger Ryanair haben bei ihrer Hauptversammlung der Führungsspitze einen Denkzettel verpasst. Zwar wählten die Aktionäre den Verwaltungsratsvorsitzenden David Bonderman und Unternehmenschef Michael O'Leary wieder - Bonderman bekam jedoch nur 70,5 Prozent Zustimmung. O'Leary erzielte immerhin 98,5 Prozent.
 

Newsticker

Anleger wählen Ryanair-Führungsspitze trotz Turbulenzen wieder