Gute Auslastung und niedriger Ölpreis beflügeln Lufthansa

Frankfurt - Die AUA-Lufthansa hat ihren Gewinn seit Jahresbeginn kräftig gesteigert. Die größte deutsche Fluggesellschaft, Mutter der AUA, erwirtschaftete in den ersten neun Monaten 2015 1,75 Mrd. Euro und verdreifachte damit ihren Gewinn vom Vorjahreszeitraum. Allein im dritten Quartal standen unterm Strich demnach 794 Mio. Euro, um 41,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Lufthansa begründete das Ergebnis mit dem starken Sommergeschäft ihrer Passagierfluggesellschaften sowie dem weiterhin niedrigen Ölpreis. Die Billigtochter Germanwings habe die Gewinnschwelle nicht nur erreicht, sondern mit einem zweistelligen Millionenbetrag deutlich überschritten, erklärte Konzernchef Carsten Spohr. Die Airline Swiss verdoppelte den Angaben zufolge ihr Ergebnis, auch Austrian Airlines schrieben schwarze Zahlen.

Lufthansa-Chef Spohr sah das Unternehmen "auf dem richtigen Weg". Die Neuausrichtung des Konzerns "materialisiert sich nun auch in guten Ergebnissen", erklärte er. Gerade im Sommer habe die Auslastung deutlich verbessert werden können. Zudem sei der Konzern effizienter geworden - "nicht zuletzt weil wir eiserne Kapazitätsdisziplin üben", führte Spohr aus. So habe die Lufthansa auf Wachstum verzichtet und 25 Flugzeuge weniger im Einsatz als noch 2012 geplant.

Für das Gesamtjahr hob die Lufthansa ihre Gewinnprognose an. Das Unternehmen rechne für 2015 mit einem operativen Ergebnis von 1,75 bis 1,95 Mrd. Euro. "Streikkosten, die noch bis Jahresende entstehen könnten, sind hierbei nicht berücksichtigt", erklärte die größte deutsche Fluggesellschaft. Lufthansa-Passagiere müssen ab November mit Streiks der Flugbegleiter rechnen.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London