Gucci-Umsätze gehen auch unter neuer Führung weiter zurück

Die italienische Edelmode-Marke Gucci bekommt den Umsatzrückgang nicht in den Griff. Die Erlöse fielen im ersten Quartal auf vergleichbarer Basis um fast acht Prozent auf 869 Mio. Euro, wie der Gucci-Mutterkonzern Kering am Dienstag mitteilte. Kering begründete den überraschend groß ausgefallenen Rückgang mit einer Übergangsphase unter einer neuen Gucci-Führung.

Zu Kering gehört auch der deutsche Adidas-Rivale Puma, der seinen vergleichbaren Umsatz um 4,5 Prozent auf 825 Mio. Euro steigern konnte. Im zweiten Quartal sieht Kering Puma auf dem Weg zu ähnlichem Wachstum.

Insgesamt steigerte Kering den Konzernumsatz im ersten Vierteljahr um 11,4 Prozent auf 2,65 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis entspricht dies aber einem Minus von 0,6 Prozent. Gucci trägt traditionell besonders stark zum Geschäft der französischen Muttergesellschaft bei. Im Dezember trennte sich Kering wegen lahmender Geschäfte von Gucci-Chef Patrizio di Marco sowie von Kreativdirektorin Frida Giannini. Das Manager-Paar wurde von Marco Bizzarri und Alessandro Michele ersetzt. Kering-Finanzvorstand Jean-Mark Duplaix erklärte am Dienstag, bei Gucci gehe es erst in der zweiten Jahreshälfte wieder aufwärts, wenn Micheles erste Kollektionen in die Läden kämen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

Newsticker

Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

Newsticker

Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

Newsticker

Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma