Grüne wollen Kündigungsfristen für Arbeiter verlängern

Die Grünen wollen eine Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten bei den Kündigungsfristen erreichen. Dazu werde sie kommende Woche im Nationalrat einen Antrag einbringen, kündigte die Grüne Nationalratsabgeordnete Birgit Schatz in den "Salzburger Nachrichten" (SN) an.

Arbeiter können teilweise auf Grundlage der Gewerbeordnung von 1859 und des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches von einem Tag auf den anderen gekündigt werden, während für Angestellte eine Kündigungsfrist von mindestens sechs Wochen gelte, argumentiert Schatz. Dabei hätten Branchen wie die Metaller dank starker Gewerkschaften auch bessere Lösungen. Betroffen seien vor allem Menschen in Hilfsjobs mit ohnehin schlechter Entlohnung.
Oft gebe es Grauzonen bei der Zuordnung zwischen Arbeitern und Angestellten. In manchen Kollektivverträgen werde nicht mehr danach unterschieden. Viele Ungleichheiten etwa im Urlaubsrecht oder bei der Abfertigung habe man für Arbeiter und Angestellte bereits vereinheitlicht, zitieren die "SN" Rene Schindler von der Produktionsgewerkschaft Pro-Ge.
Der letzte große Brocken, für den man bis jetzt keine Lösung gefunden habe, sei das Thema Kündigungsschutz. Allerdings wolle die Gewerkschaft keine Verschlechterung für die Angestellten, während die Arbeitgeber die Verbesserung für Arbeiter ohne Ausgleich als zu teuer einstuften.

Leverkusen (APA/Reuters) - Der deutsche Pharmakonzern Bayer erwägt eine Auslagerung von Pharmaforschungsaktivitäten. Vorstandschef Werner Baumann habe Ende September auf einer Betriebsversammlung in Leverkusen über das schwächer werdende Wachstum des Pharmageschäfts gesprochen und Gedanken geäußert, dass Ausgaben für die Forschung nach außen verlagert werden könnten, erklärte der Bayer-Gesamtbetriebsrat in einem Infobrief.
 

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Betriebsrat: Bayer prüft Auslagerung von Pharmaforschungsaktivitäten

Hamburg (APA/dpa) - Der deutsche Konsumgüterkonzern Beiersdorf wird künftig von Stefan De Loecker geführt. Der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende soll mit 1. Jänner Stefan Heidenreich an der Spitze beerben, wie der DAX-Konzern am Montag in Hamburg mitteilte. Das entschied der Aufsichtsrat.
 

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Vize De Loecker rückt bei Beiersdorf an die Spitze

Brüssel/Burbank (Kalifornien) (APA/Reuters) - Der US-Medienkonzern Walt Disney will sich das grüne Licht der EU-Kommission zur Übernahme des Film- und Fernsehgeschäfts des Konkurrenten Twenty-First Century Fox mit Zugeständnissen sichern. Es gehe darum, den Wettbewerbshütern ihre Bedenken zu nehmen, teilte die EU-Kommission am Montag mit ohne Details zu nennen.
 

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Disney-Konzern ringt um Zustimmung der EU-Kommission zu Fox-Deal