Grüne wollen Kündigungsfristen für Arbeiter verlängern

Die Grünen wollen eine Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten bei den Kündigungsfristen erreichen. Dazu werde sie kommende Woche im Nationalrat einen Antrag einbringen, kündigte die Grüne Nationalratsabgeordnete Birgit Schatz in den "Salzburger Nachrichten" (SN) an.

Arbeiter können teilweise auf Grundlage der Gewerbeordnung von 1859 und des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches von einem Tag auf den anderen gekündigt werden, während für Angestellte eine Kündigungsfrist von mindestens sechs Wochen gelte, argumentiert Schatz. Dabei hätten Branchen wie die Metaller dank starker Gewerkschaften auch bessere Lösungen. Betroffen seien vor allem Menschen in Hilfsjobs mit ohnehin schlechter Entlohnung.
Oft gebe es Grauzonen bei der Zuordnung zwischen Arbeitern und Angestellten. In manchen Kollektivverträgen werde nicht mehr danach unterschieden. Viele Ungleichheiten etwa im Urlaubsrecht oder bei der Abfertigung habe man für Arbeiter und Angestellte bereits vereinheitlicht, zitieren die "SN" Rene Schindler von der Produktionsgewerkschaft Pro-Ge.
Der letzte große Brocken, für den man bis jetzt keine Lösung gefunden habe, sei das Thema Kündigungsschutz. Allerdings wolle die Gewerkschaft keine Verschlechterung für die Angestellten, während die Arbeitgeber die Verbesserung für Arbeiter ohne Ausgleich als zu teuer einstuften.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London