Chinesen vor großen Investitionen am Flughafen Maribor

Maribor (APA) - Chinesische Eigentümer des Flughafens Maribor wollen 660 Mio. Euro in die Entwicklung des zweitgrößten slowenischen Flughafens investieren, berichteten slowenische Medien. Die Großpläne werden von den Medien allerdings skeptisch gesehen, denn bisher hat SHS Aviation, das im Vorjahr die Betriebsgesellschaft Aerodrom Maribor erworben hat, keine seiner Ankündigungen realisiert.

SHS Aviation hat mit dem größten Baukonzern Chinas, China State Construction Engineering Corporation, einen Vorvertrag zur Entwicklung des Flughafens unterzeichnet, berichteten die Medien. Die Vereinbarung wurde beim Wirtschaftsforum in Budapest im Rahmen des China-Mittel-Osteuropa-Gipfels (16+1) geschlossen. Die Investitionsmittel sollen aus dem sogenannten "Seidenstraßen"-Fonds kommen, mit dem China verschiedene Infrastrukturprojekte fördern will.

Die Investitionen sollen Maribor zu einem Nischenflughafen für Personen- und Frachtverkehr nach China machen. Die Pläne umfassen eine Verlängerung der Landebahn, Vergrößerung des Terminals und der Lagerhallen, den Ausbau eines Logistikzentrums und Hotels. Es sind Pläne, die von den neuen Eigentümern bereits im Frühjahr angekündigt wurden. Allerdings hat sich das Investitionsvolumen von den ursprünglichen rund 300 Mio. Euro verdoppelt.

Lokale Medien sehen die Pläne skeptisch: bisher wurde nämlich noch keine der Ankündigungen realisiert. Im Frühjahr wurde z. B. angekündigt, dass der Flughafen, der rund 70 Kilometer südlich des Grazer Flughafens liegt, bis Jahresende elf reguläre Linienverbindungen, darunter auch nach China, bekommen wird. Dazu kam es bis heute nicht - lediglich im August wurde Berichten zufolge sieben Mal zwischen Maribor und Dalmatien hin und her geflogen. Auch die angekündigten Passagierzahlen, die heuer bei 375.000 liegen sollten, wurden nicht umgesetzt - laut Medien wurden nur 5.000 Fluggäste gezählt.

Der slowenische Staat scheint trotzdem an eine Wiederbelebung des Flughafens im Nordosten des Landes zu glauben. Im November gab die Regierung grünes Licht für die Vorbereitung eines neuen Flächennutzungsplans, der eine Verlängerung der Landebahn und den Ausbau eines neuen Terminals vorsieht.

SHS Aviation, das dem gleichnamigen niederländischen Unternehmen mit Kapitalhintergrund aus Hongkong gehört, kaufte Aerodrom Maribor 2016 um 7 Mio. Euro. Vom Staat mietet es die Flughafeninfrastruktur um 98.000 Euro pro Monat für die nächsten 15 Jahre.

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere begab sich heute die Richterin auf die Spur einer Immobilieninvestmentvereinbarung zwischen Meischberger und dem mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech. Die mit 2006 datierte Vereinbarung wurde laut Anklage erst im Herbst 2009 erstellt und unterschrieben.
 

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Grasser-Prozess - Richterin folgt Spur der Immoinvestvereinbarung

Wien (APA) - Die Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller sind am Dienstag in die dritte Runde gegangen. Kurz vor Beginn der Gespräche bestätigte sich, dass die Fronten weiterhin verhärtet sind und am heutigen Verhandlungstag nicht mit einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu rechnen sein dürfte. Für Freitag ist gegebenenfalls eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt.
 

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Metaller-KV - Standpunkte in dritter Runde noch weit auseinander

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Der nach einer Klage wegen Marktmanipulation vereinbarte Vergleich zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der US-Börsenaufsicht ist perfekt. Der zuständige Richter Alison Nathan stimmte dem Kompromiss am Dienstag in New York zu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Dabei hatte der Starunternehmer die Aufseher jüngst noch bei Twitter verspottet.
 

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Richter stimmt Einigung zwischen Tesla-Chef und Börsenaufsicht zu