Große Chemieunternehmen nur mit unterdurchschnittlichen Renditen

Wien (APA) - Weltweit haben große Chemieunternehmen im Fünfjahreszeitraum von 2012 bis 2016 nur unterdurchschnittlich performt. Die durchschnittliche jährliche Rendite von 14 Prozent sei die siebentschlechteste unter 34 beobachteten Industrien, so die Boston Consulting Group (BCG) in einer aktuellen Studie. Zudem sei es die fünfte Fünfjahresperiode, in der die Branche im Ranking verloren habe.

Mittelgroße Chemieunternehmen brachten ihren Anlegern im Fünfjahresschnitt eine jährliche Rendite von 17 Prozent und lagen damit im Mittelfeld der Branchen. Über alle Chemiefirmen hinweg waren es 16 Prozent.

Überdurchschnittlich hoch sind die Renditen bei den Spezialchemieunternehmen ausgefallen. Dies sei bereits in der vorhergehenden Fünfjahresperiode der Fall gewesen. Weiter verschlechtert habe sich die Profitabilität bei den breit aufgestellten Spezialchemieunternehmen, zu denen die größten und bekanntesten Unternehmen zählten, so die Studienautoren.

In einer Branche mit jährlichen Umsatzsteigerungen von unter 2 Prozent haben Chemieunternehmen in Japan mit durchschnittlich 19 Prozent, im Großraum China mit 18 Prozent und Nordamerika mit 17 Prozent die höchsten jährlichen Renditen erzielt. Unabhängig von ihrer geografischen Lage erzielten die auf nur eine Industrie spezialisierte Firmen 22 Prozent Rendite. Deutlich abgefallen sind Chemieunternehmen in den Emerging Markets. Sie kamen nur auf 7 Prozent jährliche Rendite. Diese Firmen operieren vor allem im Basischemie- und Plastikbereich, wo es Überangebote gebe, so die BCG-Experten.

Viele der Top-Performer haben ihre hohen Renditen entweder durch geschickte Zukäufe oder dem Ausbau ihrer Führungsposition in einem lukrativen Anwendungsbereich erzielt. So habe die japanische Nippon Paint etwa durch Zukäufe ihre Anlegerrendite auf 45 Prozent und die Schweizer Lonza auf 30 Prozent erhöhen können. Durch weitere Spezialisierung in ihrem Anwendungsgebiet erfolgreich waren die europäischen Firmen Hexpol (35 Prozent), EMS-Chemie (30 Prozent) und Chr. Hansen (28 Prozent).

Für die Studie "Value Creation in Chemicals 2017 - Learning The Lesson of Focus" hat die Boston Consulting Group (BCG) weltweit 207 Chemieunternehmen analysiert.

Wien (APA) - Das in Italien gegründete Co-Working-Netzwerk Talent Garden (TAG) wird gemeinsam mit den Business Angels von Startup300 mit Förderungen der Wirtschaftsagentur Wien im Spätherbst in Wien einen 5.000m2 großen Standort eröffnen. Dort sollen über 500 Arbeitsmöglichkeiten für Freiberufler, Start-ups, KMUs und größere Unternehmen entstehen.
 

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Co-Working-Netzwerk Talent Garden eröffnet im Spätherbst in Wien

Wiesbaden (APA/dpa) - Wegen des schwächeren Außenhandels hat die exportorientierte deutsche Wirtschaft zum Jahresbeginn an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal 2018 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit nur noch halb so stark wie Ende 2017, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.
 

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Deutsche Wirtschaft verliert an Tempo - Export schwächelt

San Francisco (APA/dpa) - Der Fahrdienst-Vermittler Uber zieht seine selbstfahrenden Autos nach einem tödlichen Unfall komplett aus dem US-Bundesstaat Arizona ab. Künftig werde das Roboterwagen-Projekt stattdessen in Pittsburgh und San Francisco gebündelt, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
 

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Uber verzichtet nach Todescrash auf Roboterwagen-Fahrten in Arizona