Größeres Interesse für Zielpunkt: 120 Filialen sollen verkauft werden

Die Verhandlungen mit den Vermietern und Interessenten laufen auf Hochtouren. Erste Übernahmen von Zielpunkt-Läden sollen bis Februar abgewickelt werden. Beim Abverkauf in den geöffneten Zielpunkt-Filialen gibt es Rabatte von bis zu 30 Prozent.

Wien. Zielpunkt-Masseverwalter Georg Freimüller hat für etwas mehr Filialen der pleitegegangenen Handelskette Interessenten gefunden. Nunmehr sollen rund 120 Standorte verkauft werden. Zuvor war von 113 die Rede. Derzeit wird mit den Vermietern verhandelt. Bis zur Pleite hatte die Lebensmittelkette 229 Filialen in Betrieb.

"Die Stimmung bei den Vermietern ist grundsätzlich positiv, da wir durchwegs Interessenten mit guter Bonität haben", sagte Freimüller am Dienstagnachmittag zur APA. Zum allergrößten Teil stammten die Interessenten aus der Lebensmittelbranche.

Jene Interessenten, die eine Genehmigung der Wettbewerbsbehörde (BWB) brauchen, seien gerade dabei, ihre behördlichen Anmeldungen vorzubereiten. Bis dato sind bei der BWB keine Anmeldungen eingegangen.

Freimüller geht davon aus, dass die Übernahmen spätestens Anfang Februar über die Bühne gehen können; wenn keine BWB-Bewilligung nötig ist, schon ab der dritten Jännerwoche.

Da die Zielpunkt-Geschäfte "lebend" verkauft werden sollen, sind sie noch offen. Weiterhin gibt es 30 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment, ausgenommen Frischware. "Wir kaufen nur das Notwendigste zu", sagte der Masseverwalter.

Die neuen Eigentümer werden die Filialen zwecks Umbau dann voraussichtlich eine Zeit lang schließen. Was die Mitarbeiter betrifft, hätten sich die Interessenten "weitestgehend" dazu bekannt, diese übernehmen zu wollen, so Freimüller.

Zielpunkt beschäftigte zuletzt knapp 2.700 Mitarbeiter in 229 Filialen. Rund 1.200 Menschen, die in den unverkäuflichen Geschäften arbeiteten, haben ihren Job verloren. Diese Filialen haben am 2. Jänner für immer zugesperrt.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne