Große Banken bauten in Europa im 1. Halbjahr 21.000 Jobs ab

London (APA/Reuters) - Der Stellenabbau in der Finanzbranche setzt sich auch in diesem Jahr fort. In den ersten sechs Monaten sank die Zahl der Mitarbeiter bei den 25 größten Kreditinstituten Europas um 21.000 oder 1,2 Prozent, ergab eine am Dienstag veröffentlichte Reuters-Umfrage. Die Hälfte davon geht auf das Konto der niederländischen ING, die die Stellen ihres indischen Ablegers nicht mehr in ihren Büchern anführt.

"Die Banken scheuen sich nicht, verlustreiche Bereiche zu schließen", sagte Jason Kennedy, Chef des Personalberaters Kennedy Group, die vor allem Investmentbanken und Hedgefonds zu ihren Kunden zählt. "Man schämt sich dafür nicht." Die Banken stehen unter Druck, weil sie wegen strengerer Auflagen der Bankenaufseher mehr Risikokapital beiseitelegen müssen. 2013 hatten die Top-25-Banken in Europa rund 63.000 Jobs gestrichen.

Der Ratingagentur S&P zufolge haben einige Geldhäuser der Eurozone nicht genügend Liquidität. Dazu gehörten die Alpha Bank, Piraeus und die National Bank of Greece (alle Griechenland), die spanische Bankia und Banco Popular Espanol, Dexia Credit Local sowie die portugiesische Banco Espirito Santo. Einige dürften auf Hilfen der Europäischen Zentralbank angewiesen sein.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne