Griechisches Parlament soll über Novartis-Skandal beraten

Athen/Basel (APA/dpa) - Das griechische Parlament wird sich in den kommenden Monaten mit Korruptionsvorwürfen gegen mehrere Politiker in Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Begünstigung des Pharma-Unternehmens Novartis befassen. "Die Justiz übermittelt uns heute die Akten", sagte der griechische Justizminister Stavros Kontonis am Dienstag im griechischen Fernsehen.

Seinen Worten nach handle es sich um den "größten Skandal seit der Gründung des modernen griechischen Staates."

"Es handelt sich um eine Verleumdung", erklärte der ehemalige griechische Regierungschef Antonis Samaras. Sein Name stehe nach Presseinformationen auf der Liste der Personen, die in diesem Skandal verwickelt sein sollen. Der Pharmakonzern soll angeblich ihn und neun andere griechische Politiker sowie Tausende Ärzte bestochen haben, um die Preise für seine Medikamente zu erhöhen und den Markt durch die rasche Genehmigung von eigenen Produkten zu beherrschen.

Die griechische Justiz musste nach mehrmonatigen Untersuchungen den Fall dem Parlament weiterleiten, weil viele angeblich Verwickelte Parlamentarier sind und Immunität haben. Nun muss das Parlament nach einem Verfahren das mehrere Monate dauern wird, entscheiden, ob und wie die Justiz weiter ermitteln darf. Novartis Griechenland erklärte, das Unternehmen kooperiere mit der griechischen Justiz.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor