Griechischer Außenminister: Streit mit Gläubigern begünstigt Brexit

Griechenlands Außenminister Kotzias warnt vor der "Erpressung" Griechenlands durch IWF. Er hofft auf türkische Pakttreue bei Flüchtlingsdeal mit der EU.

Wien/Athen. Der griechische Außenminister Nikos Kotzias warnt davor, dass ein neuerlicher Streit Griechenlands mit seinen Gläubigern über Sparmaßnahmen einen britischen EU-Austritt begünstigen könnte. "Ist die Erpressung von Griechenland ein Kampfmittel von Zentren, die gerne hätten, dass ein Brexit durchgesetzt wird?", fragte er in einem Interview mit der Austria Presse Agentur.

"Wir haben die Flüchtlingskrise, und wenn jemand noch dazu eine neue Griechenlandkrise herbeiführen wollte, hieße dies, dass er in einer indirekten Form auch das Ergebnis beim britischen Referendum beeinflussen will", sagte Kotzias.

Das griechische Parlament hat in der Nacht auf Montag eine umstrittene Pensions- und Steuerreform beschlossen. Die Gläubigerstaaten der Eurozone und der Internationale Währungsfonds fordern von Griechenland, weitere Budgetkürzungen bereits vorsorglich zu beschließen, falls in Zukunft vereinbarte Sparziele nicht eingehalten werden. Die Regierung in Athen wehrt sich dagegen.

Der Außenminister kritisierte im Gespräch "Kräfte wie den Internationalen Währungsfonds" (IWF), die das vereinbarte Programm ändern wollten. "Das ist kein Spiel, wo man einfach würfelt - wo man sich jedes fünfte oder sechste Monat was neues ausdenkt und glaubt, man könne die Griechen erpressen mit ihrer Finanzlage."

Zugleich betonte Kotzias das Drängen seiner Regierung auf eine Schuldenerleichterung.

"Ich glaube, Griechenland steht dieses Jahr mit mehr Verbündeten da, und für unsere Lage gibt es mehr Verständnis bei unseren Verbündeten als vor einem Jahr. Das ist positiv."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro