Griechische Banken brauchen saftige Milliardenspritze

Die griechischen Geldhäuser müssen bis zum 6. November Sanierungspläne vorlegen. Alleine die vier größten Banken Griechenlands brauchen eine Milliardenspritze von bis zu 14,4 Milliarden Euro.

Die vier großen griechischen Banken brauchen nach dem Urteil der Europäischen Zentralbank (EZB) bis zu 14,4 Milliarden Euro, um einen Zahlungsausfall im Krisenfall zu vermeiden. Den vier Banken wurde Zeit bis zum 6. November gegeben, um Pläne vorzulegen, wie sie das Geld aufbringen wollen, teilte die EZB am Samstag mit. Bis Jahresende müsse der "Prozess der Rekapitalisierung" beendet sein.

Die EZB hatte in den vergangenen Monaten eine Analyse und einen Stresstest zur Lage der als systemrelevant eingestuften Banken Piraeus Bank, Eurobank, National Bank of Greece und Alpha Bank vorgenommen. Dem Ergebnis zufolge besteht ein Kapitalbedarf der vier Geldhäuser von insgesamt "4,4 Milliarden Euro im Basisszenario und von 14,4 Milliarden Euro im ungünstigen Szenario", welches eine starke Verschlechterung der Wirtschafts- und Finanzlage in Griechenland voraussetzt. Am schlechtesten schnitt bei dem Stresstest die Piraeus Bank ab.

Die durch die Schuldenkrise in Griechenland bereits angeschlagenen Geldhäuser haben seit Jahresbeginn viel Eigenkapital verloren, da griechische Sparer aus Angst vor einem Austritt des Landes aus der Eurozone Milliarden von ihren Bankkonten abgezogen hatten. Um das Ausbluten der Banken zu verhindern, verhängte die griechische Regierung Ende Juni Kapitalkontrollen, die noch immer bestehen. Über Monate hinweg hingen die griechischen Banken am Tropf der EZB, welche die Geldhäuser mit sogenannten ELA-Notkrediten versorgte, da die Banken sich über den normalen Weg bei der EZB kein Geld mehr besorgen konnten.

Die Rekapitalisierung der vier wichtigsten griechischen Banken war im Rahmen des neuen Hilfspakets der internationalen Gläubiger für Griechenland im Juli vereinbart worden. Im Rahmen dieser Vereinbarung sind 25 Milliarden Euro für die griechischen Banken vorgesehen, von denen zehn Milliarden Euro bereits an den griechischen Stabilitätsfonds überwiesen wurden.

Die griechische Regierung hatte am Freitag einen Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, der die Regeln zum Start der ab Montag geplanten Rekapitalisierung festlegt. Nach Angaben aus dem griechischen Finanzministerium wollen die vier Banken zunächst versuchen, ihren Kapitalbedarf über private Geldgeber zu decken. Sollte dies scheitern oder nicht ausreichen, müssten die Banken demnach in einen "Sanierungsprozess" eintreten.

Die Rekapitalisierung der griechischen Banken muss schnell erfolgen, da mit dem Jahreswechsel eine neue europäische Richtlinie in Kraft tritt. Ab dem 1. Januar 2016 gelten schärfere Regeln bei der Bankenrettung in Europa. Um europäische Steuerzahler zu entlasten, müssen dann Aktionäre und Geldgeber als erste zur Kasse gebeten werden. Vermögen von Sparern ab einer Höhe von 100.000 Euro können ebenfalls zur Bankenrettung hinzugezogen werden.

Frankfurt/Derby (APA/Reuters) - Die Pläne zum Verkauf der verlustreichen zivilen Schiffbau-Sparte ermuntern Anleger zum Einstieg bei Rolls-Royce. Die Aktien des britischen Flugzeugtriebwerk-Bauers stiegen am Mittwoch um bis zu 8,5 Prozent auf 926,4 Pence (7,6 Euro). Das ist der größte Kurssprung seit einem halben Jahr.
 

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Möglicher Verkauf von Geschäftsteilen beflügelt Rolls-Royce

Budapest (APA/dpa) - Ungarns rechtsnationale Regierung plant eine neue Strafsteuer für Zivilorganisationen, die Flüchtlingen helfen und ihre Kosten überwiegend durch Unterstützung aus dem Ausland decken. Dies gab der ungarische Innenminister Sandor Pinter am Mittwoch nach einer Regierungssitzung bekannt. Die Steuer werde 25 Prozent betragen.
 

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Ungarns Regierung plant Strafsteuer für Flüchtlingshelfer

New York/Charlotte (North Carolina) (APA/dpa) - Die von US-Präsident Donald Trump vorangetriebene Steuerreform macht den großen Banken des Landes weiter zu schaffen. Im Falle des Wall-Street-Hauses Goldman Sachs waren die Belastungen im Schlussquartal derart hoch, dass ein milliardenschwerer Verlust anfiel. Bei der Bank of America halbierte sich der Quartalsgewinn.
 

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US-Steuerreform zieht Goldman Sachs und Bank of America herunter