Griechische Arbeitslosigkeit sinkt und Industrieproduktion steigt

In Griechenland mehren sich zaghaft positive Konjunktursignale. Die Arbeitslosenquote sank im Januar auf 25,7 von 25,9 Prozent im Dezember, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte. Das Rekordhoch hatte im September 2013 bei 28 Prozent gelegen. Trotz des Rückgangs ist die Arbeitslosigkeit damit immer noch doppelt so hoch wie im Durchschnitt der Euro-Zone mit gut elf Prozent.

Für gute Nachrichten sorgte auch das Produzierende Gewerbe; die Betriebe stellten 1,9 Prozent mehr her als vor Jahresfrist. Allein in der Industrie gab es ein Plus von 5,8 Prozent. Nach sechs Jahren Rezession war Griechenlands Wirtschaft im vorigen Jahr erstmals wieder leicht gewachsen - und zwar um 0,7 Prozent.

Trotz der konjunkturellen Trendwende leidet das Land immer noch unter den Nachwehen der langjährigen Wirtschaftskrise. So sinken die Preise seit gut zwei Jahren. Im März lagen sie laut Elstat 2,1 Prozent unter Vorjahresniveau. Um einen konjunkturschädlichen Preisverfall auf breiter Front - Experten sprechen von einer "Deflation" - zu vermeiden, hat die Europäische Zentralbank (EZB) jüngst ihre Politik des billiges Geldes extrem ausgeweitet. Die Notenbanker wollen mit dem Kauf von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren im Volumen von 1,1 Billionen Euro der Konjunktur im Euro-Raum auf die Sprünge helfen.

Deadline für Reformpläne: 21. April

Griechenland muss seine Reformpläne Insidern zufolge bis spätestens zum 21. April überarbeiten, um an dringend benötigte Mittel der internationalen Geldgeber zu kommen. Anvisiert sei eine grundsätzliche Einigung für den 20. oder 21. April, damit die Euro-Finanzminister am 24. April in Riga die Reformpläne bewerten könnten, sagten mehrere Vertreter der Euro-Zone der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Eine griechische Zeitung hatte zuvor berichtet, die Euro-Arbeitsgruppe habe eine Frist von sechs Arbeitstagen für die Präsentation neuer Reformvorschläge durch die griechische Regierung gesetzt.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma